Vorwort

»I guess someone had to do it. Tweet the Bible.«

TIMES ONLINE

»Am siebten Tag war Gott fertig mit seinem Kreativ Projekt, fand das Ergebnis genial und beschloss, ab jetzt zu chillen!« So endet die Schöpfungsgeschichte (Genesis 2,1–3), zumindest in dieser Twitterbibel. Die allerdings ist nicht in sieben Tagen fertig geworden – denn die gesamte Bibel in schnell erfassbare, knackige 140 Zeichen Schnipsel zu übertragen, ging nicht ganz so flott. Dafür kann sich das Ergebnis sehen lassen. Denn vor Ihnen liegt die schmalste Fassung der Bibel, die es gibt, ganz ohne Dünndruckpapier. Das Besondere daran: Es ist trotzdem alles drin, auch wenn die Wortwahl im Vergleich zu Luthers Übersetzung ungewohnt wirkt. Aber auch für diese Version haben wir – wie der Reformator – dem Volk aufs Maul geschaut.

Über 3.000 Leute haben dazu beigetragen, dass dieses Buch entstehen konnte. Das Internetangebot evangelisch.de, damals noch im Aufbau vor dem offiziellen Start, hatte rund um den Deutschen Evangelischen Kirchentag 2009 dazu aufgerufen, die gesamte Bibel in eigenen Worten zusammenzufassen: 3.906 Stellen mussten innerhalb kürzester Zeit gelesen, interpretiert und auf den Punkt gebracht werden, auf 140 Zeichen Länge. Mitmachen durfte jeder – je origineller die Kurzfassung, desto besser.

Twitter war damals für viele Internetnutzer in Deutschland noch neu und ungewohnt, aber für das Projekt eine richtig gute Plattform. Denn 140 Zeichen zwingen dazu, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, sei es im Internet oder wie auf dem Kirchentag auf Zetteln. So musste sich jeder, der mitmachen wollte, mit mindestens einer Bibelstelle ganz intensiv befassen. Und darauf hatten viele Menschen Lust: Weit über 6.000 Zusammenfassungen wurden eingereicht, viele Teilnehmer bearbeiteten gleich zwanzig und mehr Stellen.

»Ich bin evangelisch, nicht gläubig, aber das macht Spaß«, schrieb der achtzehnjährige Bernd der Redaktion. »Das nenne ich doch mal ein innovatives Projekt: Protestanten twittern die Bibel«, kommentierte der Journalist Roland Grün die Aktion. Und über Twitter erreichte die Redaktion folgende Botschaft: »Macht weiter mit dem Twittern. Durchhalten. Ihr baut mich und andere Christen unglaublich auf und erreicht Nichtchristen.«

So einfach und verspielt die Idee klingt, die Bibel mithilfe moderner Kommunikationsinstrumente wie Twitter ins Gespräch zu bringen, so komplex war die Umsetzung. Zunächst musste die gesamte Ausgabe des Textes (Luther 1984) in gut lesbare, sinnvolle Abschnitte unterteilt werden. Allein dafür benötigte Christoph Römhild, damals Pastor in Hamburg, über eine Woche.

Jedem Text wurde ein vierstelliger Code zugewiesen – ohne diesen hätten die tausenden Zusammenfassungen die Verbindung zum Original direkt verloren. Dann hätte vielleicht nie jemand erkannt, dass sich »Die Zahl der Priester ist insgesamt 139. Viele, viele Namen und Aufteilung auf die verschiedenen Herkunftsfamilien« auf das Buch Esra 2,36–42 bezieht.

Die crowdgesourcte Sammlung startete mit dem Kirchentag in Bremen: Pünktlich um 18 Uhr am 20. Mai 2009 wurden Bibelstellen an mehr als 1.000 Menschen verschickt, die sich vorher im Internet angemeldet hatten; ab diesem Zeitpunkt grassierte das Bibel-Twitter-Fieber. Rund um den Stand von evangelisch.de im EKD-Medien-Zelt standen Kirchentagsbesucher mit den knallgelben Zetteln; in Gruppen diskutierten sie darüber, was »ihre« Stelle wohl bedeuten könnte. Selbst die Kleinsten machten mit: »Kann ich bitte eine neue Stelle haben?«, fragte der achtjährige Lukas, »meine ist so schwer.«

Im Sekundentakt trafen Zusammenfassungen ein, handschriftlich vom Kirchentag und online. Allesamt wurden sie von der Redaktion geprüft, von früh bis spät. Doch unpassende Texte waren die Ausnahme, fast alle Beiträge konnten ohne Änderung veröffentlicht werden. Und für besonders schwierige Passagen standen Theologen helfend zur Seite. Bis zum Ende des Kirchentages hatten 30 Mädchen und Jungen rund 30.000 Flyer verteilt, jeder mit einer Bibelstelle. Etwa die Hälfte der Bibel war geschafft.

Doch die besondere Herausforderung bestand darin, bis zum Pfingstsonntag alle 3.906 Abschnitte tatsächlich in Twitter-Länge zusammengefasst zu haben. Denn natürlich wollte jeder vor allem seine Lieblingsstellen zusammenfassen, sodass sich schnell eine echte Bibel-Hitliste formte. Für die Schöpfungsgeschichte, Jesu Geburt, Noahs Arche, das Hohelied oder den Sündenfall im Paradies hatte die Redaktion viele Optionen zur Auswahl, aber nur eine schaffte es in dieses Buch. Der Prophet Jesaja gehörte dagegen nicht zu den Favoriten.

Trotzdem waren am Pfingstsamstag, 37 Stunden vor dem Ende der Aktion, nur noch sechs Stellen übrig, allesamt aus dem Buch Jesaja. Hirte777 fasste schließlich um Punkt 11 Uhr die letzte Bibelstelle zusammen, das Riesenprojekt war geschafft. Es war Jesaja 24,13–23: »So preiset nun den Herrn an den Gestaden, auf den Inseln des Meeres den Namen des Herrn, des Gottes Israels.«

Diese Version der Heiligen Schrift soll eine klassische Ausgabe mit dem ganzen Text nicht ersetzen, das kann sie auch nicht. Aber sie ist eine gute Erinnerungsstütze für die, die den Luther-Text schon kennen, und ein sehr guter Einstieg in die Bibellektüre. »Sola scriptura«, allein die Schrift, hat Luther den Christen als Grundlage des Glaubens mitgegeben: Jeder darf und soll sich selbst mit dem Wort Gottes befassen und es auslegen, statt jeder Deutung durch andere zu glauben. Die Tausenden, die an dieser Twitter-Bibel mitgeschrieben haben, nahmen sich das zu Herzen. Für jede einzelne der Kurzfassungen mussten sie ihre Textstelle lesen, verstehen, deuten und wieder formulieren. Ganz persönlich, ganz individuell. Intensiver kann man sich mit der Bibel kaum befassen.

Jesus hätte auch getwittert, sagt man heute gern – und es stimmt. Denn Jesus wollte Menschen mit seiner Botschaft erreichen und hätte sich über jeden Retweet gefreut. Jesus hat uns die Sache dabei übrigens leicht gemacht: Von ihm sind Botschaften überliefert, die sogar kürzer sind als 140 Zeichen. Selbst jedes der Zehn Gebote aus dem Alten Testament passt in einen Tweet. Das Wort Gottes lässt sich also auch mit wenigen Worten verkünden, und dieses Buch ist ein großer, gedruckter Retweet der Heiligen Schrift. Lassen Sie sich darauf ein und haben Sie auch ein bisschen Spaß beim Lesen!

Hanno Terbuyken

PORTALLEITER EVANGELISCH.DE

Inhalt

Cover

Titel

Vorwort

Das Alte Testament

Das erste Buch Mose (Genesis)

Das zweite Buch Mose (Exodus)

Das dritte Buch Mose (Levitikus)

Das vierte Buch Mose (Numeri)

Das fünfte Buch Mose (Deuteronomium)

Das Buch Josua

Das Buch der Richter

Das Buch Rut

Das erste Buch Samuel

Das zweite Buch Samuel

Das erste Buch der Könige

Das zweite Buch der Könige

Das erste Buch der Chronik

Das zweite Buch der Chronik

Das Buch Esra

Das Buch Nehemia

Das Buch Ester

Das Buch Hiob (Ijob)

Der Psalter

Die Sprüche Salomos (Sprichwörter)

Der Prediger Salomo (Kohelet)

Das Hohelied Salomos

Der Prophet Jesaja

Der Prophet Jeremia

Die Klagelieder Jeremias

Der Prophet Hesekiel (Ezechiel)

Der Prophet Daniel

Der Prophet Hosea

Der Prophet Joel

Der Prophet Amos

Der Prophet Obadja

Der Prophet Jona

Der Prophet Micha

Der Prophet Nahum

Der Prophet Habakuk

Der Prophet Zefanja

Der Prophet Haggai

Der Prophet Sacharja

Der Prophet Maleachi

Das Neue Testament

Das Evangelium nach Matthäus

Das Evangelium nach Markus

Das Evangelium nach Lukas

Das Evangelium nach Johannes

Die Apostelgeschichte des Lukas

Der Brief des Paulus an die Römer

Der erste Brief des Paulus an die Korinther

Der zweite Brief des Paulus an die Korinther

Der Brief des Paulus an die Galater

Der Brief des Paulus an die Epheser

Der Brief des Paulus an die Philipper

Der Brief des Paulus an die Kolosser

Der erste Brief des Paulus an die Thessalonicher

Der zweite Brief des Paulus an die Thessalonicher

Der erste Brief des Paulus an Timotheus

Der zweite Brief des Paulus an Timotheus

Der Brief des Paulus an Titus

Der Brief des Paulus an Philemon

Der erste Brief des Petrus

Der zweite Brief des Petrus

Der erste Brief des Johannes

Der zweite Brief des Johannes

Der dritte Brief des Johannes

Der Brief an die Hebräer

Der Brief des Jakobus

Der Brief des Judas

Die Offenbarung des Johannes

Impressum

Das Alte Testament

Das erste Buch Mose

(Genesis)

CHAOS PUR

1 1–5 Wüst und leer war alles, Chaos pur. Und Gott sprach sich in dieses Chaos aus und es wurde licht und hell. 6–8 Gott sagte, es werde Himmel und Erde. Und es geschah. Ende zweiter Tag. 9–13 Gott trennte das Wasser vom Trockenen und nannte es Meer und Erde. Er ließ Pflanzen aufgehen, die Samen tragen. Es ward der dritte Tag. 14–19 Gott setzte ein großes Licht, das den Tag regierte und ein kleines, das die Nacht regierte in den Himmel. Aus Abend und Morgen ward der 4. Tag. 20–23 Gott schuf die Tiere des Wassers und der Luft. Dann kam Tag fünf. 24–31 Gott machte Tiere, schaffte Menschen nach seinem Bild. Gab ihnen Aufträge: Vermehren, bevölkern, herrschen. Alles war sehr gut. Tag 6.

2 1–3 Am siebten Tag war Gott fertig mit seinem Kreativ-Projekt, fand das Ergebnis genial und beschloss ab jetzt zu chillen! 4–9 Gott erschuf den Menschen aus Erde und setzte ihn in den Garten Eden, wo er von allen Bäumen außer vom Baum der Erkenntnis essen durfte. 10–14 Um den Garten Eden zu bewässern, teilt sich der Hauptfluss in vier Kleinere: Pischon, Gihon, Tigris und Euphrat. Alle hatten wichtige Aufgaben. 15–17 Gott setzt den Menschen in den Garten Eden und mahnt: Du darfst von allen Bäumen essen, nur der Erkenntnisbaum ist tabu – sonst bist du tot! 18–25 Die Einsamkeit von Adam findet ein erfreuliches Ende.

EIN ABEND IM PARADIES MIT FOLGEN

3 1–7 Der Mensch ließ sich vom Gedanken verführen, von Gott unabhängig sein zu wollen, missachtete sein Gebot und entdeckte, wie bedürftig er doch war. 8–14 Ein Abend im Paradies mit Folgen für alle Menschen aller Zeiten. 15–19 Gott: Ihr habt vom Baum der Erkenntnis gegessen, nun sollt ihr euer Leben mit viel Arbeit und Mühe tragen, bis ihr wieder zu Erde werdet. 20–24 Gott bekleidet Adam und Eva mit Fellröcken. Sie müssen Eden verlassen, ein mächtiger Engel verhindert den Zugang zum Baum des Lebens.

DER MENSCH PFLANZT SICH FORT – IMMER UND IMMER WIEDER

4 1–8 Adam und Eva bekamen Kinder: Kain wurde Bauer, Abel Schäfer. Gott zog Abels Opfer dem Opfer Kains vor. Da schlug Kain seinen Bruder tot. 9–16 Kain leugnet – doch Gott weiß Bescheid. Der verflucht Kain zum Nomadentum, verpasst ihm aber ein Schutz-Tattoo. Kain zieht nach Eden. 17–26 Die Menschen vermehrten sich, sie bauten Städte. Eva gebar noch einen Sohn für den ermordeten Abel. Man fing an, Gott anzurufen.

5 1–17 Nachdem Gott Adam schuf, wurden über viele Generationen Söhne und Töchter gezeugt. Sie wurden alle sehr, sehr alt. 18–32 Der Mensch pflanzt sich fort, immer und immer wieder, und Gott behütet und beschützt die Menschen auf ihren Wegen, bis sie sterben.

6 1–7 Gottessöhne nehmen sich Menschentöchter zur Frau. Kinder waren »Riesen auf Erden/Helden der Vorzeit«. Menschen machen Fehler, Gott ist’s leid.

FLUT TOBT 40 TAGE

8–12 Noah, ein frommer und tadelloser Mann, wandelte mit Gott. Er zeugte Sem, Ham und Jafet. Gott aber sah die Erde durch alles Fleisch verderbt. 13–22 Da sprach Gott zu Noah: Baue eine Arche, rette von jedem Tier ein Paar + deine Familie. Ich werde eine Sintflut schicken. Denk an Futter!

7 1–5 Gott wählt den würdigen Noah, die Arche zu bauen und die Tiere nach seinem Gebot zu wählen. Dann kündigt er die Sintflut an. Noah gehorcht. 6–9 Noah war 600, Sintflut kommt. Er stieg in Arche mit seiner Familie und ein Paar von allen Tieren, je Weibchen und Männchen, nach Gottes Auftrag. 10–12 Nach sieben Tagen kam die Sintflut, 40 Tage und 40 Nächte Regen. 13–17 Ein Paar (xx + xy) eines jeden Lebewesens besteigt die Arche vor der Flut, die 40 Tage tobt. 18–24 Die angekündigte Katastrophe tritt ein: Alles Leben geht unter. Nur Noah und was er in der Arche gerettet hat – das überlebt.

8 1–7 Puh, zum Glück entdeckte Gott Noah mit seiner Arche und dachte sich: na gut, es reicht mit dem Wasser. Ich versuche es nochmal mit ihnen. 8–14 Taube kehrt zu Noah zurück. Nächster Versuch 7 Tage später: Taube kehrt mit Ölblatt im Schnabel zurück. 7 Tage später: Arche endlich an Land. 15–22 Gott sagte zu Noah: Ihr könnt jetzt alle die Arche verlassen. Von nun an seid ihr sicher! Da dankte Noah Gott und opferte ihm.

9 1–7 Gott vertraut den Menschen die Welt an, damit sie sie ehrfurchtsvoll nutzen, bewahren und bevölkern. 8–17 Gott: Meinen Bogen habe ich in die Wolken gesetzt; der soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde. 18–29 Nach der Sintflut. Noah betrinkt sich, strampelt sich frei. Noah sauer auf jüngsten Sohn: Der sah ihn splitternackt rumliegen, posaunte es bei seinen Brüdern rum. Die aber deckten Vater zu ohne hinzugucken.

GOTT IST SAUER – VERWIRRT SPRACHEN

10 1–17 Nachkommen Noahs, Gesegnete Gottes – alle. Er lässt Seine Sonne aufgehen über Gerechte und Ungerechte, denn also hat Gott die Welt geliebt. 18–32 Eine Auszählung der Nachkommen der Söhne Noahs nach Familien, ihren Sprachen, Ländern & Völkern. Von ihnen stammen wir nach der Sintflut ab.

11 1–9 Ganze Welt = 1 Sprache. Im Land Schinar bauten sie ne Stadt mit hohem Turm bis in Himmel. Gott sauer. Verwirrt Sprachen und verstört dadurch Bau. 10–23 Sem lebte nach der Sintflut noch über 500 Jahre und hatte jede Menge Nachkommen, die alle steinalt wurden.

FAMILIENUNTERNEHMEN ABRAM-LOT TIERISCH ERFOLGREICH

24–32 Stammbaum Abrams (ab Nahor). Abram heiratet unfruchtbare Sarai. Ziehen mit Lot gen Kanaan bis Haran.

12 1–9 Gott sprach zu Abram: Geh, wohin ich dich sende! Du sollst ein Segen sein, weil ich dich segne. In Kanaan sprach Gott: Das ist euer Land! 10–20 Eine Hungersnot trieb Abram nach Ägypten. Seine schöne Sarai stellte er Pharao als seine Schwester vor. Die Lüge flog auf. Folge: Ausweisung.

13 1–7 Das Familienunternehmen Abram-Lot ist tierisch erfolgreich, aber es verliert Energie im internen Streit. Alle sind genervt. 8–13 Im Konflikt ist es manchmal besser, sich zu trennen. Das schlug Abraham auch Lot vor und ließ ihm die Wahl. Der ging in die Gegend um Sodom. 14–18 Gott sprach zu Abram: Schau, alles Land ringsum will ich dir und deinen Nachkommen geben. Abram zog bis Hebron und baute Gott einen Altar.

14 1–9 Zur Zeit, als Abram in Kanaan lebte, gab es dort einen heftigen Krieg zwischen neun verschiedenen Stämmen. 10–17 Die 4 Könige besiegten die Gegner, plünderten Sodom und Gomorra und nahmen auch Lot mit. Abram überwältigte sie nachts und rettete Lot. 18–24 Abram wurde vom König von Salem, der sich zu Gott bekannte, mit Brot und Wein als Sieger geehrt. Abram gab ihm den zehnten Teil der Beute.

SARAI AKQUIRIERT MAGD ALS LEIHMUTTER

15 1–11 Abram ist kinderlos, aber Gott verspricht ihm eine große Nachkommenschaft. Abram glaubt dem Herrn und bringt ihm Tieropfer dar. 12–21 Im Traum offenbart Gott Abram die Zukunft seines Volkes: Nach vierhundert Jahren Sklaverei werden sie ihr eigenes Land bekommen.

16 1–6 Abrams Frau Sarai akquiriert ihre Magd Hagar als Leihmutter. Magd wird schwanger und stolz. Sarai will sie demütigen – Magd flieht. 7–16 Ein Engel fand Hagar an einer Quelle und sagte: Geh zurück zu deiner Chefin Sarai und benimm dich! Den Sohn sollst du Ismael nennen = Gott hört!

17 1–8 Gott sprach zu Abram: Du sollst Vater vieler Völker werden. Deshalb heißt du nun Abraham. Kanaan wird euer ewiger Besitz und ich euer Gott.

DIE SÜNDE REGIERT SODOM

9–14 Aua, kleine Jungs und große Männer sollen beschnitten werden. Damit gehören sie dazu. Guckt auch an, ob das Personal beschnitten ist. 15–20 Abraham und Sara lachen sich schlapp: mit 90 und 100 noch Eltern werden? Aber Isaak wird geboren werden. Gottes Segen liegt auf ihm. 21–27 Gott zu Abraham: Doch meinen Bund will ich mit Isaak weiterführen. Abraham befolgte Gottes Wille und ließ alle männlichen Hausbewohner beschneiden.

18 1–8 Drei geheimnisvolle Besucher standen vor Abrahams Zelt. Er redete sie mit »Herr« an und lud sie zu fürstlicher Mahlzeit ein. 9–15 ER sagte: Übers Jahr soll Sara einen Sohn haben. Sara lachte hinter dem Zelt wegen ihres Alters. ER: Dem Herrn ist nichts unmöglich! 16–25 Die Männer brachen auf nach Sodom. Der Herr sagte: Die Sünde regiert Sodom. Abraham: Willst Du Vernichtung trotz eventuell 50 gerechter Menschen? 26–33 Der Herr: Finde ich 50, so will ich vergeben. Abraham handelte: Wenn es nur 40, 30, 20, 10 gute Menschen sind? Der Herr: Ich werde verzeihen.

19 1–8 Zwei Engel kamen nach Sodom. Lot lud sie zur Übernachtung ein. Die Bewohner wollten sie missbrauchen. Lot versuchte sie abzulenken. 9–15 Sie bedrohten Lot heftig. Lots Gäste griffen ein. Morgens drängten die Engel Lot und Familie zur Flucht, bevor die Stadt vernichtet wurde. 16–21 Lot zögerte. Die Männer zwangen ihn: Rette dich! Lot sagte: Nicht ins Gebirge, in die kleine Stadt will ich mich retten. Einer gab ok. 22–29 Eile! Morgens erreichte Lot Zoar. Gott vernichtete Sodom und Gomorra. Lots Frau schaute und erstarrte. Abraham erblickte nur Rauch. 30–38 Lots Töchter in Not: kein Mann weit und breit! Verführen ihren eigenen Vater im Suff. Zwei Söhne: Ben-Ammi (Ammoniter), Moab (Moabiter).

UND GOTT VERSUCHTE ABRAHAM

20 1–8 In der Fremde behaupten Abraham und Sara, sie wären Geschwister, nicht Eheleute. Da nahm sich der König Sara. Gott verhindert die Schande. 9–18 König Abimelech sagte zu Abraham: Warum hast du gelogen? Abraham: Ich hatte Angst. Sara ist wirklich meine Halbschwester. Abimelech beschenkte beide.

21 1–8 Sara gebar Isaak, der am 8. Tag beschnitten wurde. Abraham war 100 Jahre alt. Sara jubelte. Das Kind wuchs heran und Abraham gab ein Fest. 9–14 Sara will nicht, dass Ismael wie Isaak erbt. Vertreibe die Magd mit Sohn, verlangt sie. Abraham zögert, doch Gott gibt sein ok. 15–21 Ohne Wasser saß Hagar in der Wüste und bangte um das Leben des Sohnes. Steh auf, ich will Ismael zum großen Volk machen. Sie sah Wasser. 22–34 König Abimelech bat Abraham: Schwöre bei Gott, dass du mir Treue zeigst. Sie schlossen einen Bund, in dem es auch um einen Wasserbrunnen ging.

22 1–10 Gott versuchte Abraham: Opfere Isaak! Abraham ging an den Ort, baute einen Altar, legte Holz auf, band Isaak und griff nach dem Messer … 11–19 Der Engel des Herrn sprach zu Abraham, er solle Isaak nicht töten: Ich weiß, dass du Gott fürchtest. Und Abraham verschonte Isaak. 20–24 Abraham erreicht eine Familiennachricht: Milka, die Frau deines Bruders, hat 8 Söhne geboren. Der Jüngste wurde später der Vater von Rebekka.

23 1–11 Sara starb, Abraham weinte. Er wollte von Efron eine Höhle als Erbgrab kaufen. Efron: Ich schenke sie dir, begrabe deine Tote dort. 12–20 Abraham wollte den Acker mit Höhle nicht geschenkt. Er zahlte 400 Lot Silber. Er begrub Sara auf seinem eigenen Land mit Höhle und Bäumen.

AUF BRAUTSCHAU

24 1–9 Abraham war alt. Er beauftragte einen vertrauten Knecht, für Isaak in der alten Heimat eine Frau zu suchen. Ein Engel wird mit dir sein. 10–14 Knecht zieht mit zehn Kamelen los. Sein Auftrag: Am Brunnen eine junge Frau abpassen, die den Tieren Wasser gibt. Sie ist dann die Braut. 15–21 Rebekka kam zum Brunnen. Lass mich aus deinem Krug trinken, bat der Knecht. Sie reichte ihm Wasser und tränkte alle seine Kamele. 22–28 Er beschenkte sie und fragte, ob sie bei ihrem Vater übernachten könnten. Sie stellte sich vor und lud sie nach Hause ein. Da war er happy. 29–35 Laban, Rebekkas Bruder, bittet die Gäste vom Brunnen ins Haus, versorgt die Tiere. Der Gast will vorm Essen erst seinen Auftrag loswerden. 36–44 Der Knecht ist auf Brautschau für den Sohn seines Herrn. Er hofft, auf die Gnade Gottes, diese Aufgabe zu erfüllen. 45–49 Die Person, um die es geht, hat Liebeskummer (Rebekka, Tochter von Betues), lobt Gott und fragt, welchen Weg er einschlagen soll. 50–59 Rebekka wird gefragt, ob sie mit Abraham und seinen Knechten ziehen will. Sie will. 60–67 Die Familie segnete Rebekka vor der Reise. Isaak betete, als er die Kamele sah. Rebekka hüllte sich in den Schleier. Sie wurde seine Frau.

25 1–11 Abraham heiratet Ketura, neue Kinder kommen. Er gibt alles Isaak, beschenkt die anderen, stirbt mit 175, wird neben Sara begraben. Gott segnet Isaak. 12–18 Ismael, Hagars Sohn, hatte 12 Söhne. Er war 137 Jahre als er starb.

SCHWIEGERTOCHTER GREIFT ZUR LIST

19–28 Später Nachwuchs im Hause Isaak: Esau liebt die Jagd, Jakob die häusliche Umgebung. 29–34 Esau verkaufte Jakob voller Verachtung sein Erstgeburtsrecht für Brot und einen Teller Linsengericht, welches Jakob kochte.

26 1–6 Gott versprach Isaak, ihn zu segnen und ihm viele Nachkommen zu schenken, wenn er in dem Land bleibt, obwohl er Angst vor den Einwohnern hat. 7–13 Philisterkönig Abimelech merkt: Isaak lügt, Rebekka ist nicht seine Schwester, sondern Frau! Er ist sauer, aber gnädig – und Isaak wird reich. 14–23 Da schickten die Philister ihn und seine Herden wieder zurück, stritten sich mit ihm um seine Brunnen. Da baute Isaak einen neuen. 24–33 Und wieder wurde er von Gott gesegnet. Um sich vor seiner wachsenden Macht zu schützen, schlossen die Philister mit Isaak einen Bund. 34–35 Als Esau 40 Jahre alt war, heiratete er Jehudit. Ihre Eltern machten Isaak und Rebekka dauernd Kummer.

27 1–10 Esau soll den Segen des sterbenden Vaters erhalten. Ehefrau Rebekka will den Segen für den zweitgeborenen Sohn und greift zu einer List.

BETRUG UMS ERBE

11–20 Der jüngere Sohn betrügt zusammen mit seiner Mutter den Vater. Er lästert sogar Gott, indem er sagt: Der Herr hat’s mir beschert! 21–29 Jakob gibt sich als Esau aus. Isaak überwindet Zweifel und übergibt dem vermeintlich Erstgeborenen die Macht. Der Akt ist bindend. 30–35 Der Betrug fliegt auf: Esau kommt, doch Isaak kann ihn nicht mehr als Erstgeborenen segnen. Listig hat ihn Jakob ums Erbe betrogen. 36–39 Esau erfleht von Isaak Segen, der ihm diesen verweigert. Er hat Jakob zu seinem Herrn gemacht, ebenso zu dem seiner Brüder. 40–46 Wegen des erworbenen Segens wollte Esau Jakob töten! Rebekka hörte es, schickte ihn daher zu Laban und begründete es Isaak mit »Frauensache«.

28 1–5 Isaak segnet Jakob, er soll in Mesopotamien eine Tochter des Bruders der Mutter heiraten, zahlreiche Kinder haben und das Land besitzen. 6–9 Esau sieht, Jakob gehorcht seinen Eltern, und tut ebenso: Er nimmt sich eine Frau aus der Verwandtschaft Abrahams.

ERKAUFTE NACHT

10–15 Als Jakob umherzog, schlief er an einem Stein ein. Er träumte von einer Himmelsleiter und Gott versprach ihm und seinen Erben Segen und Land. 16–22 Jakob entdeckt die Heiligkeit Gottes, die jenseits von Naturerfahrung liegt. Dieser unverfügbaren Heiligkeit vertraut er sich an.

29 1–10 Auf dem Weg nach Osten trifft Jakob Schafhirten auf einem Feld. Er ist Rahel behilflich und tränkt ihre Schafe. 11–19 Jakob lernte durch Rahel seinen Onkel Laban kennen und arbeitete bei ihm. Als Lohn wollte er 7 Jahre um Rahel dienen. Laban: Ok. 20–30 Jakob wollte Rahel heiraten & diente Laban 7 Jahre. Lea aber war die Ältere & sollte zuerst heiraten. So diente Jakob noch 7 Jahre um Rahel. 31–35 Da Lea ungeliebt war, ließ Gott sie vier Söhne bekommen, so dass sie von ihrem Mann geliebt würde: Ruben, Simeon, Levi und Juda.

30 1–15 Rahel wurde von ihrem Mann Jakob nicht schwanger, daher schickte sie Jakob zu ihrer Sklavin Bilha. Sie sah deren Kind dann als ihr eigenes an. 16–24 Lea erkauft Nacht mit Jakob. Gott erhört Lea, die wird schwanger. Sohn 5 & 6, dann Tochter. Rahel auch erhört & gebiert Josef. 25–33 Jakob bittet Laban, ihn ziehen zu lassen. Laban ist einverstanden. Als Lohn fordert Jakob alle gefleckten Tiere aus der Herde. 34–43 Jakob züchtet sich eine starke, große Herde mit Hilfe von geschälten Stäben und wird reich. Laban bleiben die schwachen Tiere!

31 1–12 Die Söhne Labans waren gegen Jakob. Gott hatte den Betrug um den Lohn aufgedeckt. So hatte Gott Jakob alle Schafe Labans verschafft. 13–24 Rahel und Lea haben ihr Erbe verloren. Jakob flieht mit allem, was er besitzt, wird von Laban verfolgt. Gott aber schützt ihn. 25–34 Jakob floh mit Labans Töchtern. Er folgte ihnen verärgert. Sein Hausgott war weg. Nicht Jakob nahm ihn, sondern Rahel hatte ihn.

LABAN SAGT LEBEWOHL

35–43A 20 Jahre diente Jakob ohne Vorfälle und soll keinen Lohn bekommen. Also sprach Gott ein Urteil, trotzdem keine Einsicht bei Laban. 43B–54 Jakob sammelt Steine und baut daraus ein Mal, Laban lässt die Steine auflesen. Sie machen es zum Mal ihrer Freundschaft & schlafen im Gebirge.

32 1–3 Laban sagt früh Lebewohl + zieht wieder an seinen Ort. Jakob zog seinen Weg, sieht Engel und spricht: Gottes Heerlager! Nennt Ort Mahanajim.

JAKOB IM KAMPF MIT GOTT

4–8 Jakob will mit viel Gefolge zu Esau, der ihm mit 400 Mann entgegen kommt. Jakob hat Angst und teilt sein Volk und die Tiere in zwei Lager. 9–13 Jakob: Eines der beiden Lager wird’s überleben, wenn mir Esau feindlich gesinnt sein sollte. Herr, halte doch deine Zusage an mich ein! 14–21 Jakob ließ eine große Zahl Tiere als Geschenk für Esau vor sich her treiben, denn er hoffte, so Esau mit sich versöhnen zu können. 22–33 Jakob im Kampf mit Gott. Er erkannte: Hier überlebe ich nur, wenn ich ihn um seinen Segen bitte. Gott segnete ihn und machte ihn groß.

33 1–10 Jakob will Esau, der ihm entgegenkommt, seine Herden schenken als Ausdruck des Dankes für Esaus Freundlichkeit. Dieser lehnt dankend ab. 11–20 Esau & Jakob trennten sich friedlich; Jakob & sein Volk wanderten bis Sichem in Kanaan. Dort kaufte er Land & baute dem Herrn einen Altar.

MARSCHBEFEHL NACH BETHLEHEM

34 1–10 Der Hiwiter Sichem vergewaltigt 1 Tochter Jakobs. Er liebt sie, bittet seinen Vater, den Landesfürsten, um sie zu freien. Wird so Friede sein? 11–19 Sichem hat sich an Dina vergangen, durch Täuschung wurden erst alle Stammessöhne beschnitten und anschließend erschlagen! Strafe muss sein. 20–24 Das Land ist weit genug, damit alle hier leben, dazu muss alles Männliche beschnitten werden und ihr Eigentum wird das unsere werden. 25–31 Simeon und Levi ermorden aus Rache die Männer aus Hamors Familie, plündern die Stadt, entführen die Frauen und Kinder. Jakob ist entsetzt.

35 1–7 Gott erteilt Jakob einen Marschbefehl nach Bethel. Sie eliminierten die Götzen und gehorchten Gott. Am Ziel baute Jakob Gott einen Altar. 8–14 Bei Bethel erschien Gott dem Jakob ein weiteres Mal. Er gab ihm den neuen Namen Israel und verhieß ihm eine große Nachkommenschaft. 15–19 Unterwegs von Bethel nach Efrata gebar Rahel mit Schmerzen Benjamin und starb. Der Ort, an dem sie begraben, heißt nun Bethlehem.

VIEEEEEEL FAMILIENBANDE

20–25 Jakob war ein reicher Mann: Seine Frauen schenkten ihm 12 Söhne. 26–29 Ende der Liste der Söhne Jakobs. Jakob kam zu Isaak. Isaak wurde 180 Jahre alt, verschied alt und lebenssatt. Esau und Jakob begruben ihn.

36 1–8 Esau, Spitzname Edom, musste mit seinen Frauen und deren Kindern und seinen Tieren von seinem Bruder Jakob wegziehen. Es gab keinen Platz. 9–13 Aufzählung des Geschlechts Esau. Viele Söhne, Töchter und Frauen. 14–30 Vieeeeeel Familienbande von Esau und Konsorten: die Fürsten der Horiter im Lande Seir. 31–43 Esau ist der Stammvater der Edomiter; in Edom regierten die Nachfahren von Esau als Könige.

JOSEF MACHT SICH FEINDE

37 1–5 Als leiblicher Sohn und als Spätgeborener war Josef Jakobs Lieblingssohn. Er bevorzugt ihn. Das bringt die Stiefbrüder gegen ihn auf. 6–10 Josef erzählt von seinem Traum und macht sich Feinde, er erzählt von einem weiteren Traum und macht sich noch mehr Feinde. 11–20 Josef soll nach dem Rechten schauen, findet seine Brüder erst in Dotan. Aus Neid wollen sie den Träumer töten & die Tat vertuschen. 21–30 Sie warfen Josef in die Grube und die Brüder verkauften ihn an die midianitischen Kaufleute, statt ihn zu töten. 31–36 Sie tauchten Josefs Rock in Blut und gaben den Rock dem Vater. Er war sehr traurig und Josef wurde nach Ägypten verkauft.

38 1–12 Juda hatte 3 Söhne. Der Erste starb. Onan sollte die Witwe schwängern. Er wollte nicht und passte beim Verkehr auf. Das war sein Tod! 13–22 Tamar verkleidet sich als Hure und lässt sich von ihrem Schwiegervater Juda schwängern, weil er sie nicht seinem letzten Sohn zur Frau gibt. 23–30 Die unehelich schwangere Tamar soll verbrannt werden, beweist die Mitschuld ihres Schwiegervaters und wird zur Mutter seiner Söhne.

JOSEF HAUT AB – NACKT

39 1–6 Josef stellt sich extrem geschickt an im Haus von Potifar und wird Verwalter. Gefahr: Josef ist voll der Beau und gut gebaut und so … 7–15 Frau Potifar versucht ihn zu verführen. Josef haut ab – nackt. Da macht sie voll den Skandal und keift, er habe sie vergewaltigen wollen. 16–23 Josef wird fälschlich der Vergewaltigung angeklagt und kommt ins Gefängnis. Er erfährt Gnade dank Gott. So wird er Aufseher des Gefängnisses.

7 SCHÖNE UND 7 HÄSSLICHE KÜHE

40 1–11 Der Mundschenk und der Bäcker des Pharaos landen im Knast. Dort begegnet ihnen Josef, der dem Mundschenk einen Traum erklären kann. 12–23 Josef deutete dem Pharao den Traum. Es kommen 7 gute und 7 schlechte Jahre.

41 1–7 Der Pharao sah 7 schöne und 7 hässliche Kühe. Die Hässlichen fraßen die Schönen, dann wachte der Pharao auf und merkte, dass es ein Traum war. 8–13 Kein Wahrsager in Ägypten konnte den Traum deuten. Nur dem Mundschenk fällt Josef wieder ein, der damals im Knast Träume gedeutet hatte. 14–24 Pharao ruft Josef zur Hilfe, um ihm seinen Alptraum zu deuten. 25–35 Prophezeiung: Nach 7 fetten Jahren kommen 7 miese Jahre in Ägypten. Der Pharao soll ordentlich Vorräte anlegen für die Zeit des Hungers. 36–46 Weil Josef dem Pharao rät, wie die sieben dürren Jahre zu überstehen sind, macht dieser ihn zum Landesvater. Damals war Josef erst dreißig. 47–57 Josef gründete eine Familie. 7 gute Jahre lagerte er Korn ein. In 7 schlechten Jahren verkaufte er den Ägyptern und deren Nachbarn Korn.

42 1–10 Die Hungersnot zwingt die Brüder nach Ägypten. Und auf einmal hat der verstoßene Bruder Josef ihr Schicksal in der Hand.

SPIONAGEVERDACHT – GLAUBWÜRDIGKEITSTEST!

11–20 Die zehn Brüder Josefs (außer Benjamin) wollten bei Josef Korn kaufen. Er tat so, als wären sie Verräter. Er griff zur List, um ihr Herz zu prüfen. 21–28 Dem, der seine Sünden erkennt, wird Gott vergeben. 29–35 Zurück aus Ägypten erzählen die Brüder dem Vater Jakob: Spionageverdacht, Glaubwürdigkeitstest! Dann entdecken sie in ihrem Gepäck: Geld. Alle erschrecken. 36–38 Jakob will nicht auch noch Benjamin verlieren, selbst wenn ihm Ruben beim Leben seiner zwei Söhne verspricht, Benni zurückzubringen.

BENJAMIN ALS SKLAVE

43 1–7 Es war Hungersnot überall und Juda sollte mit seinem Bruder Getreide kaufen, sagte ein alter Mann, den sie nicht sehen sollten. 8–13 Juda zu Jakob: Lass Benjamin mitkommen. Ich bürge für ihn. Jakob: Nehmt ihn mit. Nehmt teure Geschenke mit. Vielleicht ist alles ein Irrtum. 14–18 Juda und seine Brüder werden in Josefs Haus eingeladen, der sie verköstigen will. Die Männer aber fürchten, beraubt zu werden. 19–25 Menschen traten in Josefs Haus und sagten, dass in ihrem Essen Gold war. Später führte Simeon sie in Josefs Haus und gab ihnen Wasser und Essen. 26–34 Josef begegnet unerkannt seinen Brüdern und sieht zum ersten Mal seinen Bruder Benjamin. Das war ganz schön heftig.

44 1–9 Josef lässt einen silbernen Becher in Benjamins Sack verstecken, um ihn hinterher des Diebstahls zu beschuldigen. 10–17 Der silberne Becher wird in Benjamins Sack gefunden. Die Brüder sind entsetzt. Benjamin muss als Sklave bei Josef bleiben. 18–26 Juda appeliert an Josef, wie sehr der Vater leidet, wenn der jüngste Sohn nicht bei ihm ist. 27–34 Juda beschwört Josef, der Vater wird sterben, wenn Benjamin nicht zurückkommt. Er bietet sich selbst als Stellvertreter an.

45 1–8 Josef gibt sich den Brüdern zu erkennen, fragt nach dem Vater, und vergibt den erschreckten Brüdern. Es sei Gottes Plan gewesen. 9–19 Josef lud seinen Vater und die gesamte Großfamilie herzlich ein, im Land Goschen in Ägypten zu wohnen. Der Pharao bestätigte die Einladung. 20–28 Die Brüder Josefs zogen mit Geschenken und Wagen nach Kanaan zu Jakob. Von Josef – er lebt. Jakob war sprachlos, dann wollte er Josef sehen.

DAS VOLK HUNGERT

46 1–7 Gott sprach zu Israel, er solle nach Ägypten ziehen. Er würde ihn beschützen. So brachte Israel seine ganzen Nachkommen dorthin. 8–18 So kamen die Israeliten nach Ägypten: Josef, der in Ägypten zu Ruhm kam, holt seine gesamte Familie nach. 19–27 Familienchronik: 70 Nachkommen hat das Haus Jakob, die nach Ägypten kamen. 28–34 Josef und sein Vater begrüßten sich freudig. Er wollte für seine Familie beim Pharao eintreten, damit sie gutes Land bekämen.

47 1–6 Der Pharao erlaubte fünf Brüdern von Josef, mit ihren Weisen in Goschen zu wohnen, weil in Kanaan kein Gras mehr war. 7–13 Josef brachte seinen Vater Jakob nach Ägypten, wo sie wohnen und leben durften und er versorgte sie mit Nahrung, auch wenn es wenig war. 14–20 Josef ruinierte in nur zwei Jahren durch schlechtes Wirtschaften sein Volk. Alles Geld und ganz Ägypten ging an den Pharao, das Volk hungert. 21–27 Josef ordnete an, dass alle Ägypter ein Fünftel an den Pharao abgeben müssen. Israel wohnte in Ägypten und mehrte sich sehr. 28–31 147 Jahre wurde Jakob alt, davon 17 in Ägypten. Josef musste ihm versprechen, ihn in Kanaan zu beerdigen.

SCHISS VOR RACHE UND SCHLEIMEN UM VERGEBUNG

48 1–7 Josef geht zu seinem kranken Vater Jakob; dieser wiederholt den Segen, den er von Gott empfangen hat. 8–16 Der alte Israel segnet die Söhne Josefs, seines Lieblings, und kreuzt dabei bewusst seine Hände. Er schaut dankbar auf Gottes Hilfe zurück. 17–22 Josef will den Segen andersrum, aber Jakob bleibt dabei: denn Ephraim wird stärker und größer sein als Manasse. Dann Ausblick auf die Heimat.

49 1–8 Jakobs Rede an seine Söhne: Ruben soll nicht der Oberste sein. Simeon und Levi werden versprengt. Juda ist gepriesen. 9–20 Rede Jakobs an seine Söhne. Aus Juda wird der Held der Völker kommen. Weitere Worte über die Söhne: Sebulon, Issachar, Dan, Gad und Asser. 21–27 Rede Jakobs an die Söhne: Naftali. Josef: Vom Allmächtigen seist du gesegnet mit Segen der Brüste und des Mutterleibes. Wort über Benjamin. 28–33 Als Jakob alle 12 Söhne gesegnet hatte, kündigt er seinen Tod an. Das Grab sollte in Kanaan sein, bei seinen Verwandten.

50 1–8 Josefs geliebter Vater Jakob stirbt. Er wird 40 Tage gesalbt und 70 Tage betrauert. Der Pharao gestattet das Begräbnis im Lande Kanaan. 9–14 Überm Jordan, da hielten sie eine große Totenklage. Und sie begruben Jakob im Familiengrab und zogen wieder hinunter nach Ägypten. 15–20 Die Brüder haben Schiss vor Rache und schleimen um Josefs Vergebung. Josef heult. Und vergibt, weil Gott alles gut gemacht hat – trotz allem. 21–26 Josef kümmert sich um alle, bis er stirbt. Aber er wird nicht – wie gewünscht – in Kanaan begraben, sondern als Mumie in Ägypten gelagert.

Das zweite Buch Mose

(Exodus)

BABY IM NIL

1 1–12 Das Volk Israel wächst, dem Pharao in Ägypten wird angst und bange. Er unterdrückt das Volk Israel, aber es wächst weiter – die Angst des Pharaos auch. 13–22 Gott steht zu dem, der ihm vertraut und handelt fantasie- und liebevoll.

2 1–10 Tochter des Pharaos findet Baby in einem Kästlein im Nil. Nimmt es zu sich. Lässt es stillen, ahnungslos, von der Mutter. Nennt es Mose. 11–16 Umbringen, Verscharren und Verdrängen ist kein Weg Gottes. Und doch holt ER Mose ein auf seiner Flucht und begleitet ihn, schenkt ihm Zukunft. 17–25 Statt zu töten, verscharren und verdrängen, schöpft Mose für andere Wasser zum Leben – und es wird neues Leben durch ihn.

MOSE = KOMMUNIKATIONSNIETE?

3 1–6 Mose sieht einen brennenden, aber nicht verbrennenden Dornbusch, aus dem Gott spricht und Mose lernt ihn respektieren. 7–12 Gott: Volk, ich habe deine Not vernommen. Ich schicke den Retter. Wenn ihr raus seid, dankt mir hier. 13–16 Mose fragt nach Gottes Namen. Gott antwortet: Ich werde sein. Gott ist Zeit und Ewigkeit, Jetzt und Hier. Gott sorgt für sein Volk. 17–22 Ausziehen, immer wieder, um Gott anzubeten – gerade auch in wüsten Zeiten. Was für innere Widerstände gilt es da zu überwinden!

4 1–7 Mose fürchtet, sein Volk glaube ihm nicht, dass Gott ihm erschienen ist. Dann überzeugt Gott ihn aber vom Gegenteil. 8–17 Gott: Du schaffst das. Mose: Ich bin eine Kommunikationsniete. Gott: Ich helf Dir. Mose: Nee! Gott: Los jetzt, Aaron ist dabei und redet. 18–23 Mose verlässt den Schutzort bei seinem Schwiegervater und stellt sich der von Gott genannten Aufgabe: Freiheit für die Kinder Israels. 24–31 Der Herr nimmt sich den Israeliten an und das Volk glaubt und betet an.

NOCH HÄRTER SCHUFTEN

5 1–9 Ohne sich für die Israeliten zu interessieren, befahl der Pharao, sie noch härter schuften zu lassen, was ihnen nicht gefiel. 10–16 Rede des Pharaos ans Volk: Kein Häcksel mehr, aber gleiche Arbeit! Beschwerde der Aufseher beim Pharao. 17–23 Pharao bleibt dabei. Aufseher der Israeliten beschweren sich bei Mose, der es an Gott als Klage weitergibt.

6 1–7 Gott erzählte Mose, dass er Abraham, Isaak & Jakob erschienen ist. Und dass er die unterdrückten Menschen aus Ägypten führen will. 8–13 Der Herr zu Mose: Sprich mit dem Pharao, dem König Ägyptens. Gott sendet Mose und Aaron zum Pharao. 14–21 Die Bosse der Bosse sind Kids von Ruben und Simeon. Die Ältesten der Oldies wurden 137, beziehungsweise 133 Jahre.

WASSER ZU BLUT – DAS LAND STINKT

22–27 Gott zu Aaron und Mose: Verlasst das Land, führt die Israeliten da raus! 28–30 In Ägypten Gott zu Mose: Rede mit dem Pharao für mich. Der meinte: Bin rhetorisch ’ne Krücke, der wird mir nicht zuhören.

7 1–10 Gott sendet Mose und Aaron zum Pharao. Ungläubig bittet der Pharao um ein Wunder. Aarons Stab wird zur Schlange als Zeichen der Worte Gottes. 11–19 Auch die ägyptischen Zauberer verwandelten Stäbe in Schlangen. Doch Pharao blieb stur. Daraufhin soll alles Wasser im Land zu Blut werden. 20–29 Erste Plage: Wasser zu Blut. Beginn der 2. Plage.

8 1–11 Zweite Plage: Frösche. Frösche sterben auf Mose. Das Land stinkt. 12–19 Dritte Plage: Stechmücken, damit Pharao endlich das Volk der Israeliten ziehen lässt. 20–28 Eine Stechfliegenplage quält Ägypten. Pharao lässt Mose und Aaron in der Wüste opfern. Die Plage geht, doch die Israeliten müssen bleiben.

9 1–7 Obgleich der Drohung von Mose ließ der Pharao die Israeliten nicht ziehen und riskierte den Tod des Viehs, der auch eintrat. 8–12 Die sechste Plage: die Blattern. Der Herr verstockte das Herz des Pharao, dass er nicht auf sie hörte. 13–21 Siebte Plage: Hagel. 22–28 Noch eine schlimme Plage in Ägypten: Gott schickt Donner, Hagel und Feuer. Gibt der Pharao wirklich auf? Lässt er das Volk Israel wegziehen? 29–35 Mose betete zu Gott und die Plagen hörten auf. Der Pharao änderte sein Verhalten aber nicht und ließ die Israeliten auch nicht gehen.

10 1–6 Ankündigung der achten Plage durch Mose & Aaron vorm Pharao: Heuschrecken. 7–13 Der Pharao bietet einen Kompromiss an, Mose lehnt ab. Weil das Volk Israel nicht freigegeben wird, trifft Ägypten die Heuschreckenplage. 14–20 Achte Plage: Heuschrecken. Massenhaft. Mose betet, ein Wind weht alle fort. Das Herz des Pharao ist verstockt. 21–29 Finsternis überall, wenn Moses Hand zum Himmel zeigt. Aber Licht bei den Israeliten. Doch der Pharao weigert sich, das Volk ziehen zu lassen.

11 1–5 Gott kündigt die letzte Plage für die Ägypter an: Alle Erstgeborenen werden sterben. 6–10 Von den Israeliten soll niemand sterben. Gott zu Mose: Pharao wird nicht auf euch hören.

12 1–9 Gott zu Mose und Aaron: Am 10. des Monats schlachtet genug Lämmer, dass alle davon essen. Bratet sie, bestreicht mit ihrem Blut die Türrahmen.

TAG DER BEFREIUNG

10–14 Gott tötet Ägyptens Erstgeborene und stellt weitere Passaregeln auf: 15–22 Sieben Tage ungesäuertes Brot essen, Schafe schlachten, keiner soll aus Haus gehen bis zum Morgen. 23–32 Der Herr wird alle schlagen, die dieses Zeichen nicht an den Pfosten haben und so wurden alle anderen Erstgeburten getötet, das Volk zog weg. 33–42 Die Israeliten verlassen endlich Ägypten. Sie nehmen Beute mit. Sie backen ungesäuerte Brote. Sie waren 430 Jahre in Ägypten. 43–51 Gott führte die Israeliten aus Ägypten, nachdem das Passa vollzogen war. Es durften nur Beschnittene und keine Tagelöhner mitziehen.

13 1–10 Feiert den Tag der Befreiung, indem ihr sieben Tage kein gesäuertes Brot esst. Seht es als Zeichen für den Herrn. 11–15 Jede männliche Erstgeburt gehört dem Herrn. 16–22 Gott führte Mose und das Volk der Israeliten auf sicherem Wege aus Ägypten heraus.

DAS WUNDER AM SCHILFMEER

14 1–8 Der Herr sprach: Mose, bring die Israeliten zur Umkehr. Also flohen sie. Ägypter verfolgten sie, doch der Herr schützte sie. 9–14 Verfolgung durch das ägyptische Heer. Die Israeliten ängstigen sich, aber Mose ermutigt sie, dass Gott selbst ihr Problem lösen wird. 15–23 Gott sagte zu Mose: Ziehe mit den Israeliten durch das Meer weiter, indem du es teilst. Die Ägypter, die ihnen folgten, ertranken im Meer. 24–31 Das Wunder am Schilfmeer: Nachdem die Israeliten durchgezogen sind, kommen die Wellen wieder zurück und die Ägypter ertrinken.

15 1–10 Mose und das Volk sangen ein Loblied auf Gott darüber, dass er die Ägypter geschlagen und sie durch das Wunder am Schilfmeer gerettet hat. 11–19 Der Herr ist mit seinem erwählten Volk und lässt dessen Feinde erzittern. Der Herr wird König sein immer und ewig. 20–27 Mirjam, Aarons Schwester und eine Prophetin, singt über Mose und den Auszug aus Ägypten und schlägt dazu die Pauke.

16 1–5 Das Volk Israel zog durch die Wüste Sin, es hatte nichts zu essen. Es beschwerte sich. Da ließ Gott Brot vom Himmel regnen für sie zur Prüfung. 6–10 Mose + Aaron reden zu Israel: Haltet inne, Gott rettete euch! Beschwert euch nicht, morgen seht ihr Herrlichkeit! Und Gott erschien. 11–18 Gott zu Mose: Die Israeliten sollten mir vertrauen. Ich werde sie mit genügend Nahrung versorgen. Ein jeder wird bekommen, was er braucht. 19–28 Hört auf die Gebote. Sechs Tage arbeiten und ein Tag widmet der Ruhe! Sechs Tage schaffen und einen Tag reflektieren. Und: Besinne dich! 29–36 Am Sabbat ist Ruhetag. Gott versorgt das Volk in der Wüste 40 Jahre mit Manna. Gut zu wissen für uns. Auch am Sabbat gibt’s genug zu essen.

SAUBERE KLEIDER UND KEIN SEX

17 1–7 Die Israeliten dursteten in der Wüste & haderten mit Mose. Mose betete, Gott hieß ihn mit dem Stock auf Fels schlagen, es lief Wasser heraus. 8–16 Kampf gegen Amalek. Josua gewinnt; Mose hält seine Hände hoch. Die Geschichte des Gewinners ist geschrieben. Der Verlierer ausgetilgt.

18 1–7 Moses Frau und seine beiden Söhne waren noch bei Jitro, seinem Schwiegervater in Midian. Er brachte sie jetzt nach dem Exodus zu Mose zurück. 8–12 Als Mose Jitro von Israels Errettung durch den Herrn erzählte hatte, lobte Jitro den Gott Isaels, brachte Opfer dar und lud alle zum Mahl. 13–20 Mose spricht dem Volk Recht. Schwiegervater Moses: Du machst dich und Volk müde. Besser sind Satzungen & Weisungen und Anleitung. 21–27 Als Richter solltest du geeignete Leute beauftragen. Wenn denen die Fälle zu schwer werden, sollten sie zu dir gehen. So richtete es Mose ein.

19 1–8 Nach Auszug aus Ägypten – Wüste Sinai: Gott → Mose: Gehorcht mir & ihr seid mein Volk & ich halte Bund. Ihr hl. Volk & Priester. Volk: ja. Mose → Gott: ja. 9–16 Gott zu Mose: Das Volk soll sich bereit machen. Saubere Kleider und kein Sex, keiner darf auf den Berg, dann spreche ich zu euch. 17–25 Mose spricht zu Gott. Gott sagt: Das Volk soll sich kein Bild von mir machen. Mose verkündet die Nachricht dem Volk.

SCHLUSS MIT GÖTZENDIENST UND UNTERDRÜCKUNG

20 1–10 Gott gab Mose auf dem Berg zehn Gebote, von denen das erste lautete: Ich bin der Herr, Dein Gott, keine anderen Götter sollen neben mir sein. 11–21 Tue nichts, was dir oder deinem Nächsten schadet. Ehre die Menschen, nimm dir Zeit für sie und für dich selbst. 22–26 Gott zu Mose: Sag den Israeliten, dass sie keine anderen Götter neben mir haben sollen!

21 1–11 Kaufst du einen Sklaven, so sollst du ihm nach 7 Jahren die Freiheit geben. Sei ein guter Herr und verantwortlich für sein Wohl. 12–21 Vorsätzlicher Mord, Vergewaltigung und Geiselnahme wird mit dem Tod bestraft, Unfall oder Fahrlässigkeit mit Geldstrafe. 22–27 Entsteht im Streit ein Schaden, sollst du Strafe zahlen, entsteht aber ein dauernder Schaden, so sollst du geben Auge um Auge, Zahn um Zahn. 28–32 Ein wildes Rind muss aus dem Verkehr gezogen werden, der Besitzer soll nur dann bestraft werden, wenn er fahrlässig gehandelt hat. 33–37 Führt fahrlässiges Verhalten zum materiellen Verlust (auch Tiere), muss dieser mit Geld ersetzt werden; bei wissentlichem Fehlverhalten mehr.

22 1–8 Schaden, der angerichtet wird, muss ersetzt werden, bei Vorsatz in der Regel doppelt. In schwierigen Fällen wird Gott als Richter angerufen. 9–16 Anvertrautes Gut muss bei unverschuldetem Verlust nicht ersetzt werden; geliehenes Gut soll ersetzt, Brautpreis für Frauen bezahlt werden. 17–26 Gebote für ein Gott gefälliges Leben: Tod den Zauberinnen, Schluss mit abartiger Sexualpraxis, Götzendienst, Unterdrückung und Zinswucher. 27–30 Gott sollt ihr opfern den Ertrag des Feldes und Überfluss des Weinberges, den ersten Sohn und das Kleinvieh. Esst kein von Tieren zerrissenes Fleisch.

23 1–9 Schlecht: Gerüchte verbreiten, Böses in jeglicher Form begünstigen, Recht beugen, bestechen lassen. Sei gut zu Fremden, fair zum Feind. 10–18 Sechs Jahre soll geerntet werden, ein Jahr ist Pause. Drei Feste soll es geben: Fest der ungesäuerten Brote, Fest der Ernte, Fest der Lese. 19–25 Tu, was ich dir sage, schlage alle Nichtgläubigen nieder! Hörst du nicht auf mich, gibt’s Ärger, hörst du doch, helf ich dir in allen Lebenslagen. 26–33 Israel träumt vom phantastischen Leben im gelobten Land. Gottes Bedingung: Lass dich nicht ablenken von deinem Glauben.

GOTT ERSCHEINT ALS FEUER

24 1–11 Mose verkündet das Wort Gottes. Das Volk will sich daran halten. Da dürfen Mose und mehr als siebzig Anführer des Volkes Israels Gott sehen. 12–18 Mose steigt auf den Berg, um Gebote zu erhalten. Wolke umhüllt den Berg, Gott erscheint als Feuer, Mose tritt am 7. Tag hinein und blieb 40 Tage.

25 1–9 Gott sprach zu Mose: Erhebt Opfergaben und baut mir ein von mir beschriebenes Heiligtum, damit ich unter euch wohnen und euch nahe sein kann. 10–17 Baut eine Lade und einen Gnadenthron aus Akazienholz und verziert diese mit Gold. Legt das Gesetz in die Lade. 18–22 Zwischen den zwei goldenen Cherubim, die den Gnadenthron zieren, werde ich dir begegnen und alles mit dir reden für die Israeliten. 23–30 Mache einen Tisch, 1 × 0,5 Meter, innen Holz – außen Gold. Mit Tragestangen, Schüsseln und Schalen. Und lege ständig Schaubrote darauf. 31–40 Der Text beschreibt einen heiligen Gegenstand der Juden, den siebenarmigen Leuchter, in allen Feinheiten. Er ist äußerst kostbar.

26 1–6 Die Wohnung sollst du aus 10 Teppichen weben und es sollen je 5 zu einem Stück verbunden werden, damit eine Wohnung entsteht. 7–14 Nähe 11 Ziegenhaarteppiche zu einem großen zusammen. Darüber noch einen aus Widder- und einen aus Dachsfellen. Lass sie am Rand überhängen. 15–30 Hier: Eine Bauanleitung für eine Hütte aus Akazienholz, die mit Gold überzogen ist. 31–37 Du sollst ’nen Vorhang machen & an 4 Säulen aufhängen, als Scheidewand zwischen Heiligen & Allerheiligsten. Den Tisch mit Decke aber außen.

NUR 1A QUALITÄT

27 1–8 Mache den Brandopferaltar aus Akazienholz, an den Ecken Hörner + ein Aschegitter. Alles mit Kupferüberzug. Auch Tragestangen soll es geben. 9–19 Gott gibt genaue Anweisungen für die Maße und Dekoration des Heiligtums. 20–21 Lass dir nur 1A Qualität an Olivenöl in ausreichender Menge liefern und sorge dafür, dass der Leuchter 24 h durchbrennt – EWIG! (Ewiges Licht).