Leuenberger Texte / Leuenberg Documents

Nr. 16

Im Auftrag des Rates der

Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa

Mandated by the Council of the

Community of Protestant Churches in Europe

Herausgegeben von / edited by Mario Fischer

Kirchengemeinschaft

Grundlagen und Perspektiven

Church Communion

Principles and Perspectives

Herausgegeben von / Edited by
Mario Fischer & Martin Friedrich

Bibliographische Information der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliographie; detaillierte bibliographische Daten sind im Internet über http://dnb.dnb.de abrufbar.

© 2019 by Evangelische Verlagsanstalt GmbH · Leipzig

Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlags unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.

Cover: Kai-Michael Gutsmann, Leipzig

Coverbild: © DOC RABE Media/Fotolia.de

Satz: Steffi Glauche, Leipzig

E-Book-Herstellung: Zeilenwert GmbH 2019

ISBN 978-3-374-06242-3

www.eva-leipzig.de

Inhalt / Content

Cover

Titel

Impressum

Vorwort

Preface

Kirchengemeinschaft. Ergebnis eines Lehrgesprächs der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa

(ausführliches Inhaltsverzeichnis S. 27)

Church Communion. Result of a Doctrinal Conversation in the Community of Protestant Churches in Europe

(detailed table of content p. 87)

Anhang/Appendix

Kirchengemeinschaft und Kirchentrennung.
Bericht der lutherisch-reformierten Gespräche in Leuenberg (Schweiz) 1969/70

Church Fellowship and Church Separation.
Report of the Lutheran-Reformed Conversations in Leuenberg (Switzerland) 1969/70

Weitere Bücher

Endnoten

Vorwort

Die Leuenberger Konkordie ist das Gründungsdokument der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa. Man kann sie getrost als die Magna Charta der Kirchengemeinschaft bezeichnen. Gleich 21 Mal kommt in ihren 49 Paragraphen der Begriff »Kirchengemeinschaft« vor. Er ist der tragende Begriff, denn er bezeichnet das gewünschte und auch erreichte Ergebnis dieses Dokuments: »Kirchengemeinschaft im Sinne dieser Konkordie bedeutet, dass Kirchen verschiedenen Bekenntnisstandes aufgrund der gewonnenen Übereinstimmung im Verständnis des Evangeliums einander Gemeinschaft an Wort und Sakrament gewähren und eine möglichst große Gemeinsamkeit in Zeugnis und Dienst an der Welt erstreben.« (LK 29). Das genauere Verständnis von Kirchengemeinschaft wird in der Konkordie über diese knappe Definition hinaus jedoch nicht entfaltet; denn das war schon in einem früheren Stadium geschehen: im so genannten Leuenberg-Bericht Kirchengemeinschaft und Kirchentrennung von 1970. Dieser Text, nur unwesentlich länger als die Konkordie selbst, hat eine große Bedeutung, denn er war es, der die europäischen evangelischen Kirchen davon überzeugte, den Abschluss einer Konkordie tatsächlich anzugehen, und ohne ihn sind manche der Grundentscheidungen gar nicht richtig zu verstehen.

Bis 1970/73 hatte der Begriff der Kirchengemeinschaft noch nicht die programmatische Bedeutung, die ihm inzwischen zukommt.1 1950/51 in Deutschland bei der Gründung der Evangelischen Kirche der Union geprägt, wurde er bald im Lutherischen Weltbund aufgegriffen. Im Dokument Zum Wesen des Lutherischen Weltbundes (1963) wurde erklärt, dass Kirchengemeinschaft, die »in verbindlich erklärter Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft sowie gegenseitiger Anerkennung der durch Ordination übertragenen Ämter« Gestalt gewinnt, »das echte ökumenische Ziel« der Kirchen sein solle.2 Hatte der LWB noch eine Gemeinschaft im Bekenntnis als wesentliche Voraussetzung für die Erklärung von Kirchengemeinschaft angesehen, so arbeitete der Bericht von 1970 unter dem Einfluss des lutherischen Systematikers Wenzel Lohff heraus, dass der Lehrkonsens zwar eine inhaltliche Übereinstimmung über den Grund der Kirche, aber nicht eine Übereinstimmung im Wortlaut der Bekenntnisse voraussetze.3 Dies ist das eine neue Element im Verständnis von Kirchengemeinschaft im Sinne der Leuenberger Konkordie. Das andere ist die Unterscheidung (und zugleich Koppelung) von Erklärung und Verwirklichung der Kirchengemeinschaft. Die durch die Einheit im Glauben erreichte Gemeinschaft in Wort und Sakrament drängt dazu, auch in allen anderen Lebensäußerungen der Kirche zu größtmöglicher Gemeinsamkeit zu kommen; Kirchengemeinschaft ist demnach Projekt und Prozess.4

Der dynamische Charakter des Modells führte dazu, dass auch nach Abschluss der Konkordie immer wieder eine Vergewisserung erforderlich war. So arbeitete das Dokument Die Kirche Jesu Christi (1994) die theologischen Grundlagen dieses Verständnisses von Kirchengemeinschaft heraus, insbesondere die Unterscheidung von Grund, Gestalt und Bestimmung der Kirche, und erörterte zugleich, welche Konsequenzen die innerprotestantische Kirchengemeinschaft für die Beziehungen zu anderen Kirchen und Konfessionen hat. Der auch als Kirchenstudie bekannte Text, der inzwischen in der 5.Auflage vorliegt,5 gilt nicht nur als grundlegende Darstellung der Ekklesiologie der evangelischen Kirchen,6 sondern auch als Grundtext für die Positionierung der evangelischen Kirchen im Gespräch über die ökumenischen Zielvorstellungen. Tatsächlich öffnete er den Weg für eine ganze Reihe von interkonfessionellen Dialogen der GEKE. Vor allem in den Gesprächen mit den orthodoxen Kirchen7 und in der kürzlich abgeschlossenen ersten Konsultationsreihe mit dem Päpstlichen Einheitsrat8 konnte er als Ausgangspunkt für eine Verständigung mit anderen Konfessionen über Weg und Ziel der Ökumene dienen. Tatsächlich zeigte sich in diesen Gesprächen zweierlei: Auf der einen Seite repräsentiert das Modell der Kirchengemeinschaft nicht ein exklusives evangelisches Ökumene-Modell, das einem katholischen Modell diametral gegenübersteht.9 Auf der anderen Seite wurde aber deutlich, dass noch viele Fragen zu klären sind, bevor es von den anderen Konfessionen anerkannt werden kann. Diese betreffen sowohl die theoretischen Grundlagen des Modells – eine explizite Auseinandersetzung mit dem seit spätestens 1991 in der multilateralen Ökumene programmatisch gebrauchten Konzept der Koinonia wurde noch nicht geführt – als auch die tatsächliche Verwirklichung in der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE).

Diese Anfragen veranlassten die Vollversammlung in Florenz 2012, das Verständnis und die Konsequenzen der Kirchengemeinschaft erneut zum Thema eines Lehrgespräches zu machen. Ausdrücklich wurde gebeten, »dass dem positiven Potenzial und der Sichtbarkeit der Kirchengemeinschaft besonderes Augenmerk gegeben wird. Dabei sollen auch die theologische Klärung der Verbindlichkeit und die rechtlichen Implikationen der Kirchengemeinschaft beachtet werden.«10 Die Vollversammlung versprach sich also nicht nur Antworten für die interkonfessionellen Dialoge, sondern vor allem Impulse für die weitere Ausgestaltung der GEKE. Seit langem wird hier eine Debatte geführt, ob die organisatorische Stärkung, die 1994 eingesetzt hatte, weit genug gehe bzw. ob das Verständnis von Kirchengemeinschaft nicht zu weiteren Schritten dränge. Zu erinnern ist z. B. an die seit 1990 immer wieder erhobene Forderung nach einer europäischen Synode der GEKE-Kirchen.11 Zwar hatte schon das zwischen 2002 und 2006 erarbeitete Dokument Gestalt und Gestaltung protestantischer Kirchen in einem sich verändernden Europa12 auch Konsequenzen für die Arbeitsweise der GEKE gebracht, aber es herrschte der Eindruck, dass noch mehr geschehen könne.

So stand die Arbeit, die Anfang 2013 mit der Einsetzung einer kleinen Arbeitsgruppe begann, unter großen Erwartungen. In steter Rückkoppelung mit dem Rat der GEKE wurde eine erste Fassung des Textes erarbeitet und den Kirchen zur Kenntnisnahme vorgelegt. Er enthielt im Wesentlichen schon die jetzigen Teile 1 bis 3 des Dokuments. Mehr als 40 Vertreter der Mitgliedskirchen der GEKE diskutierten diesen Text sehr eingehend bei einer Konsultation in Elspeet (Niederlande) im Januar 2015. Danach wurde die Arbeitsgruppe zu einer zwölfköpfigen Redaktionsgruppe erweitert, die eine neue Version erarbeitete. Hier entstand nun auch der Teil 4 mit den Empfehlungen an die GEKE und ihre Kirchen. Die revidierte Fassung wurde im Sommer 2016 den Kirchen mit Bitte um Stellungnahmen zugesandt. Auf der Grundlage der Reaktionen überarbeitete die Redaktionsgruppe das Dokument ein weiteres Mal.

In seiner Endfassung weist das Dokument eine klare Struktur auf. Teil I zieht eine – insgesamt sehr positiv ausfallende – Bilanz der Verwirklichung der Kirchengemeinschaft in vier Erfahrungsfeldern: Gemeinschaft im Gottesdienst, Gemeinschaft im Lehren, Gemeinschaft wachsender Gestaltwerdung und Gemeinschaft in Zeugnis und Dienst in Europa. Teil II erläutert die theologischen Grundlagen des Einheitsmodells, unter Rückgriff auf die Studie Die Kirche Jesu Christi und mit Berücksichtigung neuerer Diskussionen und Entwicklungen. Teil III knüpft hier direkt an und beschreibt die derzeitigen Herausforderungen unserer Kirchengemeinschaft anhand der Begriffe Verbindlichkeit, Rezeption und Katholizität. Von dort aus begründen sich auch die Empfehlungen, die in Teil IV und V – teils in sehr konkreter Form – gemacht werden.

Bei der Diskussion auf der Vollversammlung der GEKE in Basel im September 2018 ging es vor allem um zwei Aspekte.

Die theologischen Grundlagen wurden allgemein als gut dargestellt empfunden. Die Vollversammlung änderte im vorgelegten Text nur die Aussage, dass die Kirchen der GEKE eine Kirche seien, in »dass die Kirchen der GEKE gemeinsam Kirche sind« (§90; ebenso in §91). Die Implikationen der Ausdrucksweise sollen freilich weiter geklärt werden, wie die Vollversammlung in einem zusätzlichen Beschluss forderte: »Der Rat wird beauftragt, bezüglich der Rezeption des Textes ›Kirchengemeinschaft‹ insbesondere die Frage, was es bedeutet, von der GEKE als Kirche / eine Kirche / gemeinsam Kirche zu sprechen, zu bearbeiten.« (Schlussbericht 2.1.7)13 Ein Ergebnis nahm die Vollversammlung freilich schon vorweg: Weil das Dokument herausgearbeitet hatte, dass »communion« und nicht »community« der angemessene englische Begriff für die Gemeinschaft ist, beauftragte sie den Rat, »einen Prozess anzustoßen, um den englischen Namen der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa von Community of Protestant Churches in Europe in Communion of Protestant Churches in Europe abzuändern.« (Schlussbericht 2.1.6)

Intensiv diskutiert wurden ferner die Empfehlungen. Hier stießen, wie schon häufig, zwei wesentliche Anliegen aufeinander: Einerseits der Grundsatz, dass auch in der Kirchengemeinschaft jede einzelne Kirche organisatorisch selbständig und Unterschiede – auch in den Amts- und Leitungsstrukturen – legitim bleiben müssten, andererseits die Überzeugung, dass um der Vertiefung der Gemeinschaft willen eine freiwillige Begrenzung der Autonomie geboten sein könne. Die Vollversammlung bejahte auch das zweite Anliegen, stärkte aber vor allem diejenigen, die vor einem allzu großen Überschwang in Richtung einer institutionellen Vereinheitlichung warnten, durch den Beschluss: »Die Vollversammlung unterstützt die Vertiefung der Kirchengemeinschaft innerhalb der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa, und dass dies weiterhin im Einklang mit den rechtlichen Vorgaben der Mitgliedskirchen geschehen möge.« (Schlussbericht 2.1.5)

Dies betraf auch den Vorschlag, dass eine »Charta der Kirchengemeinschaft« erarbeitet werden solle. Diese Idee hatte schon im Vorfeld besondere Aufmerksamkeit gefunden und wurde auch in Basel kontrovers beurteilt. Die Vollversammlung nahm auch hier eine Textänderung vor und strich in §112 einen Satz, der die Charta zu sehr in eine Parallele zu den Kirchenordnungen der einzelnen Kirchen gerückt hätte. Tatsächlich hatte der Sprecher der Lehrgesprächsgruppe, André Birmelé, bei seiner Einbringungsrede bereits darauf hingewiesen, dass es nur um eine Selbstverpflichtung in geistlichem Sinne gehen könne.14 Der Vorschlag, den die Vollversammlung ansonsten ausdrücklich als wünschenswert einstufte, wird in den kommenden Jahren von einer Arbeitsgruppe bedacht werden, im Rahmen eines umfassenderen Auftrags, den die Vollversammlung folgendermaßen beschrieb:

»1. Die Vollversammlung bittet, dass der Rat einen Prozess zur Verständigung über die Rolle und Aufgabe der GEKE initiiert. Auf der Basis einer Bestandsaufnahme des Selbstverständnisses der GEKE sowie ihrer Wahrnehmung durch die Mitgliedskirchen wäre darin auszuführen, was aus der Übereinstimmung im Evangelium und der wechselseitigen Anerkennung der Kirchen als Kirchen für das gottesdienstliche, geistliche, theologische und diakonische Zusammenleben der Kirchen in der Kirchengemeinschaft folgt. Das Ergebnis könnte eine Charta der Kirchengemeinschaft sein, die eine Sammlung der gemachten Verpflichtungen, bereits erreichter Arbeitsergebnisse und ihre spirituellen Auswirkungen auf Mitgliedskirchen einschließt.« (Schlussbericht 3.1.1)

Mit dem Dank an alle Beteiligten, einschließlich der Kirchen, die durch ihre Stellungnahmen das Endergebnis beeinflusst hatten, betrachtete die Vollversammlung schließlich »das Lehrgesprächsergebnis als eine gute Beschreibung des der GEKE zugrundeliegenden Modells von Kirchengemeinschaft.« Sie machte es sich zu eigen, versah es also mit dem höchsten Grad an Zustimmung, und bat darum, »es bei der künftigen Ausgestaltung der inneren Verhältnisse und äußeren Beziehungen der GEKE zu berücksichtigen.« (beide Zitate aus Schlussbericht 2.1.4)

In diesen Tagen jährt sich die erste Tagung der Gesprächsreihe auf dem Leuenberg bei Basel zum 50. Mal.15 Wer hätte damals vermutet, dass die Kirchengemeinschaft, über die damals diskutiert wurde, wirklich mit Leben gefüllt werden würde, dass sie Kirchen über den Eisernen Vorhang hinweg verbinden und länger Bestand haben würde als eben dieser Eiserne Vorhang? Mit dem Aufeinanderzugehen der Kirchen ging auch der politische Einigungsprozess Europas einher. Doch die Leuenberger Kirchengemeinschaft und später die GEKE verstanden sich nie als eine vorrangig auf das politische Europa bezogene Größe, sondern verfolgten immer das Ziel, innerhalb der evangelischen Kirchen Einheit und Gemeinschaft zu verwirklichen. Grundsätzlich ist das Modell nicht regional beschränkt, sondern soll auch auf andere Kontinente ausstrahlen, wobei es jeweils regional adaptiert werden sollte. Das Lehrgesprächsergebnis liefert eine Bilanz, wie in der Kirchengemeinschaft der GEKE die Einheit der Kirche erfahren wird: gemeinsam Gottesdienst feiern, gemeinsam theologisch nachdenken, gemeinsam handeln – gemeinsam Kirche sein. Das sind die Kernbereiche, in denen unsere Kirchengemeinschaft lebt. Manches brauchte einen langen Anlauf, doch die Gemeinschaft am Tisch des Herrn ist aus dem Leben unserer Kirchen nicht mehr wegzudenken, und die Einsicht, dass Europa der Raum ist, in dem uns als Kirchen aufgetragen ist, gemeinsam zu handeln (Charta Oecumenica 4), kann kaum mehr verloren gehen. Der Lehrgesprächstext bietet Anregungen, wie sich die GEKE weiter entwickeln und die Kirchengemeinschaft vor Ort mit Leben gefüllt werden kann, und er gibt zugleich Kriterien an die Hand, die bei der Weiterentwicklung der GEKE zu bedenken sind.

Der Abdruck in diesem Band berücksichtigt die von der Vollversammlung vorgenommenen Änderungen und folgt ansonsten dem Text, der der Vollversammlung vorlag. Nur einige offensichtliche Flüchtigkeitsfehler wurden stillschweigend korrigiert. Das betrifft auch die Übersetzung ins Englische, die von Fleur Houston angefertigt wurde. Ihr sei ganz herzlich gedankt, und ebenso Elaine Griffiths, die den bislang nicht auf Englisch vorliegenden Bericht Kirchengemeinschaft und Kirchentrennung für diese Veröffentlichung übersetzte.

Mit diesem Text zusammen wird auch dieser Bericht von 1970 mit den Begleitschreiben an die Kirchen abgedruckt, dessen Bedeutung eingangs erläutert wurde. Er war bislang nur an zwei recht entlegenen Stellen veröffentlicht16 und hat daher nicht die Beachtung gefunden, die ihm gebührte. Wir folgen dem Text der ersten Veröffentlichung und haben wiederum nur offensichtliche Fehler korrigiert sowie die Rechtschreibung modernisiert.

Wien, im April 2019

Dr. Mario Fischer

Generalsekretär der Gemeinschaft Evangelischer

Kirchen in Europa

Prof. Dr. Martin Friedrich

Studiensekretär der Gemeinschaft Evangelischer

Kirchen in Europa

Preface

The Leuenberg Agreement (LA) is the founding document of the Community of Protestant Churches in Europe (CPCE). It can safely be called the Magna Charta of the CPCE. In its 49 paragraphs the term »Kirchengemeinschaft« (originally translated as »church fellowship«) occurs 21 times. It is the key term, as it denotes the desired – and also achieved – result of this document:

In the sense intended in this Agreement, church fellowship means that, on the basis of the consensus they have reached in their understanding of the Gospel, churches with different confessional positions accord each other fellowship in word and sacrament and strive for the fullest possible cooperation in witness and service to the world (LA 29).

After this brief definition, the LA did not go into further detail; that had happened three years earlier in 1970, in a document entitled Kirchengemeinschaft und Kirchentrennung [Church Fellowship and Church Separation, first translated into English in 2019]. Barely longer than the LA itself, the »Leuenberg report«, as it was called, is of enormous importance. After all, it was this report that convinced the European Protestant churches to start the process of concluding an agreement at all; without it, some of the basic decisions cannot be properly understood.

Up until 1970/73 the concept of »Kirchengemeinschaft« did not yet have the programmatic importance attributed to it now.1 Coined in Germany in1950/51 with the founding of the Evangelical Church of the Union, it was soon taken up in the Lutheran World Federation. According to The Nature of the Lutheran World Federation (1963), church fellowship that takes shape »in the official declaration of mutual pulpit and altar fellowship as well as mutual recognition of the offices conferred by ordination« should be »the real ecumenical goal« of the churches.2 The LWF still regarded a common confession as the essential precondition for declaring church fellowship.

By contrast, the 1970 report – influenced by Lutheran systematic theologian Wenzel Lohff – emphasised that the doctrinal consensus presupposed substantive agreement on the foundation of the church but did not mean conformity in the wording of the confessions.3 That is one new element in the understanding of church fellowship in the spirit of the Leuenberg Agreement. Another lies in its distinction (and also the link) between declaring and realising church fellowship (nowadays rendered as »church communion« in English). The fellowship in word and sacrament achieved through unity in faith urges us to achieve a maximum of unity in all other expressions of church life; church communion is, accordingly, both a project and a process.4

The dynamic character of the model led to a need for reassurance even after the agreement was concluded. Consequently, the document The Church of Jesus Christ (1994) brought out the theological foundations of this understanding of church communion, in particular the distinction between the ground, form and purpose of the church. In particular, it also discussed the consequences of intra-Protestant church communion for relations with other churches and confessions. The document has now appeared in its 5th edition.5 It is considered to be not just a fundamental depiction of the ecclesiology of Protestant churches6 but also a basic reference when it comes to positioning Protestant churches in dialogues about ecumenical goals. In fact, it has opened the way to a great number of CPCE interdenominational dialogues. Above all in the conversations with Orthodox churches7 and in the recently concluded first series of consultations with the Pontifical Council for Promoting Christian Unity8 it served as the starting point for reaching an understanding with other denominations about the path and goal of ecumenism.

Two things came out of these latter conversations: on one hand, the model of church communion does not represent an exclusively Protestant ecumenical model that is diametrically opposed to a Catholic one.9 On the other hand, however, it became clear that there are still many questions to clarify before the model of church communion can be recognised by other denominations. These questions concern its theoretical foundations, e. g. no debate has yet explicitly addressed the concept of koinonia, which has been used programmatically since 1991 in multilateral ecumenical settings. And there are also questions about the actual realisation of the ecumenical model in the Community of Protestant Churches in Europe.

These questions prompted the CPCE General Assembly in Florence in 2012 to come back to the understanding and consequences of »church fellowship« as a topic for a doctrinal conversation. The General Assembly requested »that particular attention be given to the positive potential and visibility of church fellowship«. It asked for »theological clarification of the binding character (›Verbindlichkeit‹)« … and for the »constitutional implications of church fellowship« to be taken into account.10 The General Assembly thus hoped not only to obtain answers for the benefit of the interdenominational dialogues but, above all, inspiration for the future development of the CPCE. A debate has here long been held on whether the organisational build-up that has taken place since 1994 goes far enough, or whether the understanding of church fellowship does not impel us to take further steps. For example, since 1990 there has been a repeated call for a European synod of CPCE churches.11 While the document The Shape and Shaping of Protestant Churches in a Changing Europe,12 which evolved between 2002 and 2006, also brought about changes in the CPCE’s working method, the prevailing impression was that even more could happen.

There were great expectations of the study process, which started early in 2013 with the establishment of a small working group. Keeping in constant contact with the CPCE Council, it drafted the first version of the document, which was then sent to the churches for their information. The initial draft basically consisted of the present parts 1 to 3. More than 40 representatives of the CPCE member churches discussed this text in depth at a consultation in Elspeet (Netherlands) in January 2015. After that, the working group was broadened to become a twelve-person editorial group, which produced a new version. Part 4 now appeared, with recommendations to the CPCE and its member churches. In summer 2016 the revised version was sent to the churches with a request for their responses, on the basis of which the editorial group revised the document once again.

The final version of the document has a clear structure. Part I takes stock – generally very positively – of the realisation of church fellowship in four areas of experience: communion in worship, communion in doctrine, communion evolving in shape, and communion in witness and service in Europe. Part II explains the theological foundations underlying the model of unity, referring to the study The Church of Jesus Christ and taking account of recent discussions and developments. Part III takes this further, describing the current challenges in our church communion along the concepts of Verbindlichkeit, reception and catholicity. They are the basis of the recommendations made in Parts IV and V – some in very specific form.

The discussion at the CPCE General Assembly in Basle in September 2018 was mainly about two issues. Firstly, the theological foundations were generally felt to be well described. The General Assembly only amended the statement that the CPCE churches are one church into »that the CPCE churches are church together« (§ 90; likewise §91). The implications of this expression are, however, to be further clarified, on the basis of an additional resolution: »The Council is instructed, with respect to the reception of the text ›Church Communion‹, to particularly focus on the question of what it means to speak of the CPCE as church / one church / church together« (Final Report 2.1.7).13 The General Assembly also went ahead on another matter. Since the document had found that ›communion‹ and not ›community‹ was the appropriate English term for the CPCE it requested the Council »to engage in a process to alter the English name ›Community of Protestant Churches in Europe‹ to ›Communion of Protestant Churches in Europe‹« (Final Report 2.1.6).

Secondly, there was an intensive discussion about the recommendations. As has happened often, two essential concerns came into conflict here. The first was the principle that every individual church remains independent organisationally even as CPCE members, and differences – including in ministerial and leadership structures – should remain legitimate. The second was the conviction that, for the sake of deepening the communion, a voluntary limitation of autonomy could be necessary. The General Assembly affirmed the second concern as well, but worded the resolution expressly to support the voices of caution about over-enthusiasm for more institutional uniformity: »The General Assembly supports the deepening of communion of the Community of Protestant Churches in Europe, and that this continue to be done in conformity with the legislative provisions of member churches« (Final Report 2.1.5).

The motion to draw up a »Charta of Church Communion« likewise provoked a lively debate. This idea had attracted particular attention before the General Assembly and opinions were divided in Basle as well. Here, too, it adopted an amendment and deleted a sentence in § 112 of Church Communion that would have moved the Charta too close to being a parallel document to individual church orders. In fact, when presenting the motion, André Birmelé, spokesperson for the working group on the doctrinal conversion, underlined straightaway that it could only be a matter of self-commitment in a spiritual sense.14 The General Assembly then adopted a proposal that will be taken up by a working group in the coming years, in the context of a wider mandate that it described as follows:

»The General Assembly asks the Council to initiate a process on how to understand the role and task of the CPCE. On the basis of mapping the CPCE’s self-understanding and its perception by the member churches, this process should set out the consequences of the agreement on the understanding of the Gospel and the mutual recognition of the churches for their joint worship/spiritual, theological and diaconal life in church communion. The result could be a Charta of church communion, which would include a collection of commitments that have already been made, results that have already been achieved and their spiritual impact on member churches.« (Final Report 3.1.1)

With thanks to all concerned, including the churches which had influenced the final result through their responses, the General Assembly considered »the outcome of the doctrinal conversation to be a good description of the model of church communion on which the CPCE is based«. It adopted the outcome and asked that it »be taken into account in the future when determining the CPCE’s internal organisation and external relationships« (both quotations from the Final Report, 2.1.4).

Half a century has passed since the first meeting in the series of doctrinal discussions took place at Leuenberg near Basle.15 Who would have thought, back then, that the church fellowship they were discussing would really be filled with life? That it would connect churches across the Iron Curtain and exist for longer than that same Iron Curtain? The rapprochement among the churches went hand in hand with the process of political integration in Europe. Yet the Leuenberg Church Fellowship and later the CPCE never understood themselves as organisations primarily related to political Europe. Instead, they always pursued the aim of realising unity and community within the Protestant churches. Fundamentally the model is not limited to a specific region but is intended to radiate out to other continents, where it should be adapted to regional circumstances. The doctrinal conversation sums up how the CPCE as a communion of churches experiences church unity: worshipping together, reflecting theologically together, acting together – being church together. Those are core areas in which our church communion is alive and well. Some things need a long runup, yet communion at the Lord’s Table has become normality and the insight that we as churches are called to act together at the European level (Charta Oecumenica 4), has become a matter of course. The Church Communion document offers suggestions for how CPCE can further develop and fill church communion with life at the local level. And, at the same time, it provides criteria to be kept in mind when developing CPCE even further.

The text of Church CommunionChurch Fellowship and Church Separation