IMPRESSUM

Herausgeber: Gemeinschaftswerk der

Evangelischen Publizistik gGmbH (GEP gGmbH),

Emil-von-Behring-Straße 3, 60439 Frankfurt am Main

Geschäftsführer: Direktor Jörg Bollmann

Einzelprokura: Bert Wegener

Aufsichtsratsvorsitzender:

Kirchenpräsident Dr. Dr. h. c. Volker Jung

Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 49081,

USt-ID-Nr. DE 114 235 916

Telefon 069 / 580 98 – 0, Fax 069 / 580 98 – 100,

www.gep.de

Konto: Evangelische

Kreditgenossenschaft eG Kassel,

IBAN: DE 79 5206 0410 0004 1000 34,

BIC: GENODEF1EK1

Fastenaktion „7 Wochen Ohne“

Telefon 069 / 580 98 – 247, Fax 034206 / 652 08

E-Mail: info@7-wochen-ohne.de

Internet: www.7-wochen-ohne.de

Geschäftsführer „7 Wochen Ohne“: Arnd Brummer

Kuratorium: Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler (Vorsitzende), Claudia Fischer-Appelt, Michael Birgden, Henning Kiene, Martin Vorländer

Projektkoordination: Frauke Grothe

Textredaktion: Hanna Lucassen

Bildredaktion: Dorothee Hörstgen, Lena Uphoff

Gestaltungskonzept: Lena Gerlach

Layout und Satz: Ellina Hartlaub

Dokumentation und Schlussredaktion: Julika Exner und Serpil Pak

E-Book-Herstellung: Zeilenwert GmbH 2019

© 2019 by edition chrismon in der Evangelischen Verlagsanstalt GmbH, Leipzig

Alle Rechte vorbehalten.

Das Werk ist einschließlich seiner Teile urheberrechtlich geschützt.

Jede Nutzung außerhalb der Grenzen des Urheberrechts ist ohne schriftliche Einwilligung des Verlags unzulässig.

ISBN 978-3-96038-228-7

Bestellnummer: 238226

Der Verlag hat sich bemüht, die Rechteinhaber der einzelnen Texte und Bilder ausfindig zu machen.

Der Verlag ist selbstverständlich bereit, eventuell bestehende Ansprüche angemessen zu entgelten.

BILDNACHWEISE

Titelbild: Rich Vintage/iStockphoto

S.1 Lena Uphoff; S. 2-3 Djamila Grossman; S. 4-5 evangelisch.de, Verena Brüning, Wikipedia, pr; S. 6-7 privat; S. 8-9 Hanna Lenz; S.11 Martina van Kann; S. 13 Danita Delimont/imago; S. 15-19 Viola Maiwald; S. 20-23 Kimi no Na wa/JP 2016, pr; S. 24 Don Emmert/AFP/Getty Images; S. 25-29 pr; S. 30 Iveta Vaivode; S.32 Martina Chardin; S. 33 Monika Höfler; S. 34 pr; S. 35 Jens Wegener; S. 36 privat; S. 37 Jens Schulze; S. 38-39 Rich Vintage/iStockphoto; S. 41 Nicole Kohlhepp; S.42 privat; S. 43 u. S. 47 Sima Dehgani; S. 53 Christian Protte; S. 54 Hanna Lenz; S. 55 Djamila Grossman; S. 56 Sima Dehgani; S. 57 Dominik Asbach; S. 58 Jasmin Zwick; S. 59 Iveta Vaivode; S. 60 BoDoW (Cartoon)

Liebe Leserinnen und Leser,

also, mir kann nichts mehr passieren! Nachdem ich mich nun – für den Fastenkalender und dieses Themenheft – monatelang durch das Thema Zuversicht gewühlt habe, weiß ich, wie es geht: die Hoffnung nicht zu verlieren. Ich sorge nicht mehr, ich lebe! Gehe mutig dahin, wo die Angst ist. Sehe Probleme als Herausforderungen und habe immer ein persönliches „Alles ist möglich“ im Hinterkopf, ach was – im Herzen! Machen Sie mit, und dann geht es Ihnen am Ende der Fastenzeit ebenso …

… würde ich als Optimistin schreiben, die Ihnen die diesjährige Fastenaktion verkaufen will: Adieu, ihr Sorgen! Jetzt beginnt das echte Leben!

Na ja, Sie können es ja mal probieren mit dieser Fastenaktion. Aber ich sage Ihnen gleich: Ändern tun Sie damit nichts. Die Rechten erstarken überall auf der Welt, der Krieg in Syrien tobt weiter, egal, wie zuversichtlich Sie darauf blicken. Und Ihre erwartbar mickrige Rente wird damit auch nicht höher. Eines aber könnte passieren: Es wird etwas einsam um Sie herum werden. Zusammen jammern, wie es immer schlimmer wird mit der Welt, verbindet ungemein. Ein bisschen wie früher Gruselgeschichten erzählen. Wenn Sie da nicht mehr mitmachen, werden Sie zur Spielverderberin …

… würde ich als Pessimistin sagen: Wozu sich den Untergang der Welt schönreden?

Und als zuversichtliche Person? Da würde ich sagen: Warum sollten Sie nicht (so wie ich) auf Dinge stoßen, die Sie berühren, die Ihnen Mut und Zuversicht geben? Ich fand es ungeheuer inspirierend zu lesen, wie Stephen Hawking trotz seiner zunehmenden Lähmung voller Lust lebte, liebte und arbeitete (S. 10). Ich lernte „Hoffnungsmenschen“ kennen wie die Syrer, die in ihrer Heimat mit traumatisierten Kindern arbeiten (S. 37). Und ich habe immer wieder Joan Baez’ ermutigende Stimme im Ohr, wie sie singt: „We shall overcome“ (S. 27).

So ernst und getragen das Wort „Zuversicht“ daherkommt, es ist mir zunehmend ans Herz gewachsen. Es strahlt eine Ruhe aus – und die Bereitschaft, genau hinzuschauen: Es ist nie alles gut, und nie geht alles schief. „Die Nacht, in der das Fürchten wohnt, hat auch die Sterne und den Mond“ – dieses wundersame Gedicht von Mascha Kaléko schaffte es nicht von ungefähr in den Fastenkalender 2020.

Ich wünsche Ihnen viel Zuversicht! Nicht nur, aber auch in dieser Fastenzeit.

HANNA LUCASSEN

„7 Wochen Ohne“-Team
www.7-wochen-ohne.de

Cover

Impressum

Editorial

Einsteigen

Siebenwochenschau

Die Zeile, die mich trägt

Lesen

ARND BRUMMER: Wenn das mal gut geht …

ULRICH SCHNABEL: Ein Treibstoff names Zuversicht

CRISTINA HELBERG: Wunder dauern etwas länger

Hören und sehen

CHRISTOPHER HECHLER: Filmtipps

CLAUDIUS GRIGAT: Musiktipps

ANTJE EHMANN: Kinderbuch-Empfehlungen

Innehalten

Sieben Andachtsimpulse

ILSE JUNKERMANN: Sorge dich nicht!

ANNETTE KURSCHUS: Fürchte dich nicht!

SUSANNE BREIT-KESSLER: Sollte dem HERRN etwas unmöglich sein?

KATHRIN OXEN: Ich hoffte auf Licht, und es kam Finsternis

HEINRICH BEDFORD-STROHM: Meine Zuversicht ist bei Gott

CAROLA SCHERF: Klopfet an, so wird euch aufgetan!

RALF MEISTER: Denn wir sind gerettet auf Hoffnung hin

Anwenden

MARTIN VORLÄNDER: Gottesdienstentwurf

JOHANNES MEIER: Ideen für Jugendgruppen

INGE SCHNEIDER: Sieben Wochen – sieben Szenen

Cartoon

Diese Materialien gibt es auch als Download. Zugriff unter: 7wochenohne.evangelisch.de/zutaten_2020

Passwort: Aktion2020_Zuversicht

Nichts als die Wahrheit?

„Es war ausgesprochen anspruchsvoll und hat zu mancherlei Gespräch angeregt“, schrieb eine Teilnehmerin über die Fastenaktion im vergangenen Jahr. „Mal ehrlich! Sieben Wochen ohne Lügen“ hieß das Motto 2019, und wir geben zu: Das war keine leichte Kost. Es traf aber offenbar einen Nerv. „Die evangelische Kirche ruft zum Lügenfasten auf“, schrieben einige Zeitungen. Radiosender und Magazine widmeten dem Thema ganze Sendungen oder Schwerpunkthefte.

Die Redaktion von evangelisch.de ließ sogar die Puppen tanzen. Sie produzierte einen Videoclip, in dem Martin Luther, Katharina von Bora und Philipp Melanchthon als Handpuppen auftraten und aus ihrem Leben plauderten. Nur: Nicht immer sagten sie die Wahrheit. Die Zuschauer konnten mitraten: Stimmt’s oder stimmt’s nicht? Der Clip „Die Wittenberg-WG in: Wahrheit oder Lüge“ ist weiter online. Schauen Sie mal rein!

tinyurl.com/wittenberg-luegen

Katharina von Bora zwischen zwei Männern, Videoclip zur Fastenaktion 2019.

Wochenmottos

Den sieben Wochen der Fastenzeit 2020 sind jeweils ein Motto und eine Bibelstelle zugeordnet:

1. WOCHE:

26. Februar – 3. März

Sorge dich nicht!

Lukas 12,22–28

2. WOCHE:

4. – 10. März

Fürchte dich nicht!

Exodus 14,9–13

3. WOCHE:

11. – 17. März

Sollte dem HERRN etwas unmöglich sein?

Genesis 18,9–14

4. WOCHE:

18. – 24. März

Ich hoffte auf Licht, und es kam Finsternis

Hiob 30,24–31

5. WOCHE:

25. – 31. März

Meine Zuversicht ist bei Gott

Psalm 62,2–8

6. WOCHE:

1. – 7. April

Klopfet an, so wird euch aufgetan!

Matthäus 7,7–11

7. WOCHE:

8. – 13. April

Denn wir sind gerettet auf Hoffnung hin

Römer 8,24–28

FASTENGRUPPEN IN GANZ DEUTSCHLAND FINDEN:

www.7-wochen-ohne.de

info@7-wochen-ohne.de

Telefon: 069 / 580 98–247

Ein Platz für Ihren Satz

Fürchte dich nicht!

Du bist nicht allein.

Ich weiß, dass du das kannst.

Welcher Satz gibt Ihnen Zuversicht und half Ihnen schon durch manche Krise? Ein Bibelvers oder das Zitat eines Lehrers, der an Sie glaubte? Geben Sie dieser Zeile einen besonderen Platz, für die sieben Wochen der Fastenzeit. Dazu die Rückseite dieses Heftes heraustrennen, beschriften und aufstellen – auf den Schreibtisch oder die Küchenfensterbank. Zur Inspiration: Blättern Sie mal auf die nächste Seite.

Wir sammeln Ihre Sätze und veröffentlichen diese auf unserer Homepage und Facebookseite. Teilen Sie uns Ihren Satz mit auf www.7-wochen-ohne.de

Briefe gegen die Angst

Gute Idee: Unter dem Motto „fürchtet euch nicht!“ schickte die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) im April 2018 ihren rund 1,6 Millionen Mitgliedern einen grünen Brief. Er enthielt Tipps zum Umgang mit Ängsten, Hinweise auf Hilfsangebote, ermutigende christliche Worte. Zudem erzählten sechs Menschen ihre Geschichte: eine Frau, die sich abends nicht alleine in die Stadt traut. Eine Flüchtlingshelferin, der vor Anfeindungen graut. Oder ein Pfarrer, der nicht mehr auf die Kanzel steigen konnte. Im Internet fand (und findet) man weitere Informationen und Arbeitsmaterialien, Porträts und Videos.

Die EKHN setzte mit dieser Aktion auf Zuversicht und Courage gegen die grassierende Furcht in unserer Gesellschaft. Motivation sei auch der wachsende Populismus und politischer Extremismus gewesen, der bewusst darauf abziele, neue Ängste bei Menschen zu schüren.

www.mut-und-angst.de

#MutundAngst

TV-Eröffnungsgottesdienst am 1. März

Die Fastenaktion wird am 1. März 2020 um 9.30 Uhr mit einem ZDF-Gottesdienst eröffnet. Dieser kommt live aus der evangelischen Pauluskirche in Marburg. Schalten Sie ein!

Die Zeile, die mich trägt

In der Marburger Pauluskirche findet am 1. März der Eröffnungsgottesdienst von „7 Wochen Ohne“ statt. Wir fragten die Menschen dieser Gemeinde vorab nach Sätzen, die ihnen Zuversicht geben

„Du kannst nicht tiefer fallen als in Gottes Hand.“

Arno Pötzsch

CHRISTINA CHRIST, Erzieherin

„Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.“

Psalm 119,105

HANNS POMMERIEN, Klavierbaumeister

„Leid und Schmerz haben nie das letzte Wort, weil Jesus den Tod überwunden hat.“

ANNE-KATRIN LOSSNITZER, Sozialpädagogin

„Ich will sehen, was passiert, wenn ich nicht aufgebe.“

JUNI WALDMINGHAUS, Schülerin

„Dankbarkeit Gott gegenüber ist wie der Klang der Glocke, sie schwingt wunderbar nach und ändert unsere Perspektive.“

DR. JÖRG SCHWAB, Arzt

„Für das Vergangene DANK. Für das Kommende JA.“

Dag Hammarskjöld

DIANA AGOSTIN, Grundschullehrerin und Altenpflegehelferin

„Von allen Seiten umgibst du mich.“

Psalm 139,5

SIMONE STERN, Erzieherin

„Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht.“

Vaclav Havel

MARKUS RAHN, Pfarrer

„Liebe leben.“

TALETTA KÜTTNER, Rentnerin

„Sei stille dem Herrn und warte auf ihn, er wird es gut machen.“

nach Psalm 37

ANJA POMMERIEN, Förderschullehrerin

„Siehe, ich habe vor dir eine Tür aufgetan.“

Offenbarung 3,8

SUSANNE SCHILLING, Germanistin

„Nach Herzinfarkt mit Reanimation wurde mir das Leben noch einmal geschenkt. Jeder Augenblick ist jetzt doppelt kostbar.

Alles ist Gnade.“

RAINER STAEGE, Dekan i. R.

„Mache dich auf und werde Licht.“

Jesaja 60,1

HEIKE STAHLHUT, Biologin

„Vertrau mal mehr auf die von Gott geschenkte Selbstheilungskraft und Resilienz der Menschen.“

KLAUS-DIETER KOCH, Sozialarbeiter in der Jugendhilfe

Wenn das mal gut geht…

… Und wenn nicht? Auch keine Katastrophe. Warum es sich lohnt, mal ein paar Sorgen weniger einzupacken

ARND BRUMMER

Geschäftsführer der Aktion „7 Wochen Ohne“

Das ist völlig untragbar! Das ist unmöglich! Unglaublich! Die Kultur der Un-Wörter prägt den Alltag der Leute, die ihre Welt als Sammelstelle des Negativen erleben. Und ich gebe hier zu (wenn auch nicht gerne), dass auch mich der Un-Sinn viel zu oft erfasst.

Vor dem Arzttermin noch mal schnell am Supermarkt halten und Gemüse zum Abendessen kaufen. An beiden offenen Kassen riesige Schlangen. Was ist denn hier wieder los? In mir kochen Wut und Sorge. Vor zwei Wochen habe ich den Termin beim Doktor vereinbart und jetzt platzt wieder alles. Die freundliche Kassenfrau sieht mein trübes Gesicht und sagt: „Wir beeilen uns. Leider haben sich zwei Kollegen kurzfristig krankgemeldet, weshalb wir beide das jetzt alleine packen müssen.“ Noch acht Minuten bis zu meinem Termin. Mist! In meinem Schädel knurrt es: Immer geht alles schief! Nichts klappt! Unfassbar!

In meiner Not nehme ich mein Handy und versuche in der Praxis anzurufen. „Kein Netz“ erscheint auf dem Display. Von hinten tippt mir eine junge Frau auf die Schulter. „Gehen Sie doch raus zum Telefonieren. Wir lassen Sie gerne wieder vor uns in die Schlange, wenn Sie zurück sind.“ Ihre beiden Kinder grinsen mich fröhlich an, und ich gehe raus.

Als sich die Arzthelferin meldet, sage ich ihr, dass ich den Termin nicht einhalten könnte. Sie fragt, warum und wieso? Ich schildere ihr die Situation und erkläre, dass ich mindestens eine halbe Stunde zu spät kommen würde. „Das macht gar nix“, sagt die Helferin, „Sie können sich Zeit lassen. Wir haben schon den ganzen Tag Patientenstau. Kein Problem, genießen Sie den Einkauf!“

Zurück an der Kasse lässt mich die junge Familie tatsächlich wieder vor sich in die Schlange. Nach fünf Minuten bin ich durch. Als ich vor der Praxis parke, fährt mir durch den Kopf: Selbst wenn es Probleme gibt, geht es am Ende meistens gut aus. Kein Grund zum Pessimismus! Kein Grund für „immer“ (geht es schief) und „nie“ (klappt’s).

Das Fastenmotto 2020 „Zuversicht! – Sieben Wochen ohne Pessimismus“ vermeidet „immer“ und „nie“ auch in deren positiver Bedeutung. Ja, es funktioniert nicht alles und zu jeder Zeit. „Zuversicht“ ist beseelt vom Wissen, dass in der Menschenwelt das Absolute keinen Platz hat. Weshalb der Begriff auch kein Synonym für grenzenlosen Optimismus sein kann.

Die Bibel ist voller Geschichten, die beschreiben, wie die Gottesgeschenke Offenheit und Hoffnung selbst in ausweglos erscheinenden Situationen Menschen neue Wege finden lassen. Niederlagen eröffnen die Chance, aus ihnen zu lernen. Warum hat es nicht geklappt? Was haben wir falsch gemacht? „Nur wer nichts tut, macht keine Fehler“, sagte mein alter Chef. Und fügte hinzu: „Wir müssen Fehler machen, damit wir etwas haben, aus dem wir lernen können.“ Fragen, warum etwas schief gegangen ist. Und nicht die „Alles nur Mist“-Keule schwingen. Unser Motto ist kein absolutes Gebot: Sei zuversichtlich oder du landest in der Hölle! Wer Pessimisten so anspricht, wird selten erreichen, dass sie ihre negative Weltsicht aufgeben. Im Gegenteil. Sie werden möglicherweise denken: „Wieder so ein besserwisserischer Klugschwätzer und Traumtänzer, der alles schön zu reden versucht.“ Der Weg ist das Gespräch. Wenn jemand seine dunkle Wahrnehmung mitteilt, sind Fragen wahrscheinlich die bessere Antwort als ein Appell. Hast du schon mal überlegt, ob dies und das der Grund für das Problem sein könnte?

Auf Gott zu vertrauen ist keine Strategie, sondern die Einsicht in die Vorläufigkeit menschlicher Erfahrung und Erkenntnis.

Die Zuversicht wächst in der Gemeinschaft, im gelebten „Du bist nicht allein!“. Und wenn du dich von Menschen im Stich gelassen fühlst, ist es Gott, der bei dir bleibt. Gott steckt in der Überraschung oder wie es Albert Schweitzer formulierte: „Der Zufall ist das Pseudonym, das der liebe Gott wählt, wenn er inkognito bleiben will.“ Gottes Liebe liegt außerhalb der rational kalkulierbaren Weltsicht. Und auf Gott zu vertrauen ist keine Strategie, sondern die Einsicht in die Vorläufigkeit menschlicher Erfahrung und Erkenntnis.